Walpurgisnacht 2025
: Ursprung, Datum & Co. - Wann findet die Nacht der Hexen statt?

Der Blocksberg und Hexen sind Begriffe, die mit der Walpurgisnacht verknüpft sind. Doch was hat es mit der Nacht der Hexen auf sich? Alle Infos findet ihr hier.
Von
Lea Lange
Berlin
Jetzt in der App anhören
Die Walpurgisnacht steht wieder vor der Tür. Was gibt es über dieses Ereignis eigentlich zu wissen? Das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die Walpurgisnacht steht wieder vor der Tür. Was gibt es über dieses Ereignis eigentlich zu wissen? Das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Matthias Bein/dpa
  • Walpurgisnacht 2025: Nacht der Hexen vom 30. April auf 1. Mai.
  • Ursprung: Katholische Nonne Walburga, heiliggesprochen von Papst Hadrian II.
  • Frühlingsbräuche: Maifeuer, Masken, Tanz, Vertreibung der Winter-Dämonen.
  • Goethes "Faust" machte Walpurgisnacht berühmt.
  • Erste organisierte Feier auf dem Brocken 1896.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Spitze und buckelige Nasen mit einer Warze darauf, Hexenhüte und Besen. So stellen sich viele eine typische Hexe vor. Während der Walpurgisnacht erwachen diese Vorstellungen zum Leben und tanzen auf dem Blocksberg. Wir haben hier alle Informationen zur Nacht der Hexen zusammengefasst:

  • Wann findet die Walpurgisnacht statt?
  • Wo liegt der Ursprung?
  • Welche Feste und Bräuche gibt es?
  • Warum gibt es die Feste und Bräuche?
  • Die Walpurgisnacht in der deutschen Literatur

Wann ist die Walpurgisnacht 2025?

Die Walpurgisnacht findet immer in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai statt. In diesem Jahr fällt dieses Datum auf die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag.

Walpurgisnacht – Bedeutung und Herkunft

Ihren Namen hat die Walpurgisnacht der von der katholischen Kirche als heilig verehrten Nonne Walburga zu verdanken. Die aus England stammende und 779 oder 780 gestorbene Heidenheimer Äbtissin, deren Gebeine in Eichstätt bestattet sind, wurde durch Papst Hadrian II. (867 bis 872) heiliggesprochen. Ihre Gebeine wurden an einem 1. Mai nach Eichstätt gebracht. Walburga gilt auch als Patronin für das Gedeihen der Feldfrüchte; sie wird gegen Hungersnot und Missernte, Hundebiss, Tollwut, Pest, Seuchen, Husten, Augenleiden und Sturm angerufen. Im Grunde haben die Nonne Walburga und die Hexenrituale nichts miteinander zu tun. Beide Traditionen haben sich irgendwann verbunden.

Maifeuer und Bedeutung – Warum gibt es die Bräuche und Rituale in der Walpurgisnacht?

Die Wurzel des Hexenbrauchtums liegt in den vorchristlichen Frühjahrsbräuchen, bei denen die Ankunft des Frühlings mit nächtlichen Freudenfeuern gefeiert wurde. Nach altem Volksglauben vertreiben in dieser Nacht die germanischen Götter Wotan und Freya die Winter-Dämonen und zeugen den Frühling. Das Ritual, die Dämonen mit Kostümen, Masken, Tanz, Gebrüll, Fackeln und Maifeuer zu vertreiben, wird auch heute noch gepflegt.

Ein Denkmal in der deutschen Literatur – Die Walpurgisnacht in Goethes "Faust"

Besonders große Popularität wurde der Walpurgisnacht durch Goethes "Faust" zuteil. Denn darin überredet Mephisto, Faust an einer Hexenfeier auf dem Brocken im Harz teilzunehmen. "Dort strömt die Menge zu dem Bösen; da muss sich manches Rätsel lösen", hofft der verzweifelte Forscher. Die erste organisierte Walpurgisfeier auf dem Brocken ist aus dem Jahr 1896 überliefert. Aber auch in Sachsen und anderen Regionen ist das Brauchtum lebendig. Hunderte Hexenfeuer lodern traditionell, etwa in der sorbischen Oberlausitz.