Warnstreik im ÖPNV
: Wann endet der Streik bei der KVB?

In Köln wird heute der KVB bestreikt. Wie lange ist mit Einschränkungen im Nahverkehr zu rechnen?
Von
Lukas Böhl
Köln
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Warnstreiks im Nahverkehr: ARCHIV - 14.02.2023, Nordrhein-Westfalen, Köln: Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. Die Warnstreiks im Nahverkehr von NRW starten am Niederrhein schon am Donnerstag. (zu dpa: «Noch kein Tarifabschluss im NRW-Nahverkehr») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Warnstreiks im Nahverkehr.

Oliver Berg/dpa

Fahrgäste in Köln müssen sich am Freitag, 6. März 2026, auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Busse und Stadtbahnen bleiben deshalb weitgehend im Depot.

Streik dauert bis Samstagmorgen

Der Streik beginnt am Freitag um 3 Uhr morgens. Ab diesem Zeitpunkt fahren keine Stadtbahnen und regulären Busse der KVB mehr. Der Ausstand dauert bis Samstag, 7. März, gegen 3 Uhr morgens. Erst danach soll der reguläre Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden. Damit fallen die KVB-Verbindungen praktisch den gesamten Freitag über aus.

Nur wenige Busse unterwegs

Im Busverkehr kann es vereinzelt Fahrten geben. Diese werden von Subunternehmen durchgeführt, die nicht am Streik beteiligt sind. Diese Fahrten sind in der elektronischen Fahrplanauskunft der KVB hinterlegt. Fahrgäste können dort prüfen, ob in ihrer Nähe einzelne Busverbindungen stattfinden. Die KVB empfiehlt, statt einer Haltestelle besser die eigene Adresse einzugeben, um auch alternative Verbindungen im Umfeld angezeigt zu bekommen.

Auch Stadtbahnlinien 16 und 18 betroffen

Der Streik betrifft auch die Stadtbahnlinien 16 und 18, die gemeinsam von den KVB und den Stadtwerken Bonn betrieben werden. Auch auf diesen Linien werden keine Fahrten stattfinden. Zusätzlich bleiben am Streiktag die KVB-Kundencenter und Verkaufsstellen geschlossen.

Alternative Verkehrsmittel

Der Streik betrifft ausschließlich die kommunalen Verkehrsunternehmen. Andere Bahnverbindungen fahren regulär. Fahrgäste können deshalb auf folgende Verkehrsmittel ausweichen: S-Bahn Regionalbahn (RB) und Regionalexpress (RE). Diese werden unter anderem von der Deutschen Bahn oder der Mittelrheinbahn betrieben und sind nicht vom Streik betroffen. Innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) können KVB-Tickets dort weiterhin genutzt werden. Auch das KVB-Rad kann eine Alternative sein. Fahrgäste mit Deutschlandticket oder VRS-Abo können das Leihrad 30 Minuten pro Fahrt kostenlos nutzen.