Warnstreiks im ÖPNV: Streikt die BVG nächste Woche wieder?

Wird bei der BVG bald wieder gestreikt?
Sebastian Gollnow/dpaIm Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) spitzt sich die Lage weiter zu. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ist auch in der jüngsten Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Berlin (KAV Berlin) kein konkretes Angebot vorgelegt worden.
Verdi: Noch immer kein Angebot
Wie Verdi in einer Pressemitteilung vom 19. Februar 2026 mitteilt, habe der KAV Berlin auch in der aktuellen Runde kein Angebot zu den Arbeitsbedingungen bei der BVG unterbreitet. Erstmals seien jedoch konkrete Zahlen genannt worden, die die Kosten der einzelnen Verdi-Forderungen beziffern. Zuvor habe die BVG lediglich eine Gesamtsumme genannt, die für die Gewerkschaft nicht nachvollziehbar gewesen sei.
Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt erklärte laut Mitteilung, die nun vorgelegten Zahlen ermöglichten endlich konkrete Verhandlungen. Zugleich kritisierte er, diese Transparenz hätte schon vor Wochen geschaffen werden können. Die aktuelle Haltung der Arbeitgeberseite verschärfe den Konflikt unnötig. Statt eines Angebots stünden weiterhin Gegenforderungen im Raum, mit denen nach Angaben von Verdi Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden sollten. Das sei für die Gewerkschaft nicht akzeptabel. Verdi schließt vor diesem Hintergrund weitere Streiks ausdrücklich nicht aus.
Kommt es zu weiteren Streiks?
Nach Angaben von rbb24 sagte Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt dem Sender, die Tarifkommission der Gewerkschaft werde nun beraten, anschließend mit den Beschäftigten sprechen und danach über neue Warnstreiks entscheiden. Eine Entscheidung sei frühestens nächste Woche zu erwarten. Die Tarifverhandlungen laufen seit Januar.
Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage, mehr Urlaubsgeld sowie eine Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen den Schichten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 4. und 5. März angesetzt. Nach Angaben von Verdi erwartet die Gewerkschaft dort ein belastbares Angebot. Ob es zuvor zu erneuten Warnstreiks kommt, soll in den kommenden Tagen entschieden werden.
