Warnstreiks im ÖPNV
: Wird morgen in Hamburg gestreikt?

Wer heute vom Warnstreik im Hamburger Nahverkehr betroffen ist, fragt sich bereits: Drohen auch am Freitag weitere Einschränkungen?
Von
Lukas Böhl
Hamburg
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Warnstreik im Nahverkehr - Hamburg: 19.03.2026, Hamburg: Blick auf einen leeren Bahnsteig im U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Warnstreik im Nahverkehr - Hamburg: 19.03.2026, Hamburg: Blick auf einen leeren Bahnsteig im U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen.

Marcus Brandt/dpa

Die kurze Antwort: Nein – für Freitag, den 20. März, ist aktuell kein weiterer Streik angekündigt.

Streik endet in der Nacht zu Freitag

Der aktuelle Warnstreik der Gewerkschaft ver.di bei der Hamburger Hochbahn hat am Donnerstagmorgen (19. März) begonnen und ist bis Freitag, 20. März, 3 Uhr angesetzt. Danach soll der Betrieb wieder regulär anlaufen.

Am Donnerstag kommt es zu massiven Einschränkungen:

  • Keine U-Bahnen im Einsatz
  • Busverkehr nur eingeschränkt im Notbetrieb
  • Einige Linien fahren gar nicht oder unregelmäßig

Nicht betroffen sind: S-Bahnen, Fähren (HADAG) und Regionalbahnen.

Freitag wieder Normalbetrieb

Nach Streikende soll der Verkehr am Freitag wieder aufgenommen werden. Allerdings kann es erfahrungsgemäß in den frühen Morgenstunden noch zu Verzögerungen kommen, bis sich der Betrieb vollständig stabilisiert. Fahrgäste sollten daher ihre Verbindungen vorab prüfen. Zum Beispiel über die hvv-App oder hvv.de.

Nächster Streik steht bereits fest

Am Samstag, den 21. März, müssen sich Fahrgäste in Hamburg erneut auf massive Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Betroffen sind die Hamburger Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein, sodass voraussichtlich weder U-Bahnen noch ein Großteil der Busse regulär verkehren werden. Stattdessen ist – ähnlich wie bei vorherigen Streiks – nur ein stark eingeschränkter Notbetrieb auf einzelnen Buslinien zu erwarten, während viele Verbindungen ganz ausfallen oder unregelmäßig fahren. Nicht betroffen sind nach aktuellem Stand die S-Bahnen, die Fähren der HADAG sowie Regionalbahnen, auf die Fahrgäste möglichst ausweichen sollten.

Ist bald ein Ende in Sicht?

Ein konkretes Ende der Streiks ist derzeit nicht absehbar. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Verkehrsunternehmen Hochbahn und VHH sind festgefahren, eine Einigung wurde bislang nicht erzielt. Zwar sind weitere Gespräche für die kommenden Tage angesetzt, doch solange kein Tarifabschluss erreicht wird, kann es jederzeit zu neuen Warnstreiks kommen.