Warnstreiks in Sachsen
: Gibt es einen Streik bei den LVB in Leipzig?

Die Gewerkschaft Verdi hat für diese Woche Warnstreiks in mehreren sächsischen Städten angekündigt. Was ist mit Leipzig?
Von
Lukas Böhl
Leipzig
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Straßenbahn am Abend: 05.03.2026, Sachsen, Leipzig: Eine Straßenbahn 11E nach Dölitz der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) fährt am Abend vor dem Leipziger Hauptbahnhof. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Leipzig sind derzeit keine Streiks im ÖPNV geplant.

Jan Woitas/dpa

Für Leipzig hat Verdi aktuell keine Streiks angekündigt. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) sollen bis Ende März nicht bestreikt werden. Das bestätigte Verdi der Leipziger Volkszeitung auf Nachfrage. Busse und Bahnen fahren damit auch während der Leipziger Buchmesse ohne Einschränkungen.

Wird in Leipzig nochmal gestreikt?

Ganz ausgeschlossen sind weitere Streiks in den kommenden Wochen nicht. In der laufenden Tarifrunde gibt es bislang noch keine Einigung zwischen Verdi und dem kommunalen Arbeitgeberverband Sachsen (KAV). Nach der dritten Verhandlungsrunde wurde zwar ein neuer Verhandlungsstand erreicht, eine endgültige Lösung steht aber noch aus.

Die Ergebnisse werden derzeit in den Betrieben beraten. Erst danach dürfte sich zeigen, ob es zu weiteren Arbeitskämpfen kommt. Eine nächste Verhandlungsrunde wird voraussichtlich Ende März stattfinden, wobei noch kein konkreter Termin feststeht. Sollte es dann erneut keine Einigung geben, sind auch weitere Warnstreiks möglich.

Wo können sich Betroffene informieren?

Aktuelle Informationen zu möglichen Streiks stellen in der Regel die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) auf ihrer Website und in ihren Apps bereit. Auch Verdi informiert über geplante Arbeitsniederlegungen. Kurzfristige Änderungen werden zudem über lokale Medien und Verkehrsmeldungen verbreitet.

Worüber wird verhandelt?

Im Tarifkonflikt geht es vor allem um Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem kürzere Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge. Konkret verlangt die Gewerkschaft eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber lehnen das bislang ab. In anderen Punkten gibt es Annäherungen: etwa bei Zuschlägen, Ruhezeiten und Sonderzahlungen. Eine vollständige Einigung ist jedoch noch nicht erreicht.