Warntag heute: So läuft der Tag in Mecklenburg-Vorpommern ab

Am 11.9. ist Warntag, auch in Mecklenburg-Vorpommern. Alles Wichtige zu den Warnungen, wie man sich vorbereiten kann und wie der Warntag in MV abläuft.
Bernd Wüstneck/dpaAm heutigen Donnerstag (11. September 2025) heulen wieder die Sirenen. Auch über Mobiltelefone wird ein Probealarm ausgegeben. Es ist Warntag 2025. Alles Wichtige zu den Uhrzeiten und was zum Warntag außerdem wichtig ist in der Übersicht.
Warntag 2025 am 11. September in MV: Ablauf
Hintergrund des Warntages ist es, die technische Infrastruktur der Bevölkerungswarnung in ganz Deutschland mit einer Probewarnung zu testen. Da der Warntag bundesweit gesteuert wird, aber in Kooperation mit den Ländern und Kommunen erfolgt, werden in ganz Deutschland nahezu zum selben Zeitpunkt die Sirenen ertönen und die Handys einen schrillen Ton von sich geben.
Je nach Kommune können dann noch weitere Alarmsysteme hinzukommen, je nachdem, welche vor Ort verfügbar sind. Mehr dazu weiter unten.
Innenminister Christian Pegel betont: „Warnsysteme müssen zuverlässig funktionieren, wenn es darauf ankommt. Der Warntag ist dafür eine wichtige Übung. Wir testen nicht nur die Technik, sondern machen auch deutlich, wie jede Bürgerin und jeder Bürger im Ernstfall schnell erreicht werden kann.“
Der Ablauf ist wie folgt geplant: Am 11. September 2025 wird um Punkt 11 Uhr vormittags eine Probewarnung über verschiedenste Kanäle verschickt. Um 11.45 Uhr erfolgt dann die offizielle Entwarnung.
Warntag in Mecklenburg-Vorpommern: Über diese Kanäle wird gewarnt
Gewarnt wird die Bevölkerung in MV am Warntag 2025 über die unterschiedlichsten Kanäle. Hier eine Übersicht:
- Eine Probewarnung wird in allen Bundesländern über das Warnsystem MoWaS verschickt. Diese erreicht unter anderem Radio, Fernsehen, Warn-Apps (z.B. KATWARN, NINA), Cell Broadcast sowie digitale Infotafeln. Die einzelnen Warnungen können hier teilweise etwas zeitversetzt erfolgen.
- In vielen Städten und Gemeinden werden zusätzlich Sirenen ausgelöst.
- Parallel können auf Ebene der Länder, in den teilnehmenden Landkreisen und Kommunen, verfügbare kommunale Warnkanäle ausgelöst werden. Die bereits genannten Sirenen fallen darunter, hinzu kommen dann aber ggf. auch Lautsprecherwagen oder digitale Anzeigetafeln in Bahnhöfen oder Fußgängerzonen.
- Die Entwarnung erfolgt um 11:45 Uhr. Über Cell Broadcast (Handymitteilungen) wird derzeit allerdings noch keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeit, auch über diesen Warnkanal zu entwarnen, wird derzeit unter anderem von den Mobilfunknetzbetreibern geprüft. Zum kommenden Warntag wird allerdings über diesen Kanal keine Entwarnung erfolgen.
So kann man sich auf den Warntag vorbereiten
Der Warntag soll auf der einen Seite die Warn-Infrastruktur testen (und Lücken erkennen), auf der anderen Seite ist der Aktionstag allerdings auch eine gute Gelegenheit, die eigenen Notfall-Kanäle zu testen. Gibt es beispielsweise Warn-Apps, die auf dem eigenen Handy noch fehlen, sind die unterschiedlichen Sirenensignale und deren Bedeutung klar, empfange ich überhaupt Cell Broadcast Meldungen auf meinem Smartphone oder muss ich diese womöglich erst aktivieren?
Auch der Blick in das eigene Umfeld, beispielsweise in den Kreis der Familie oder Nachbarschaft, lohnt sich an einem solchen Tag. Vielleicht benötigen Menschen Hilfe beim Herunterladen von Warn-Apps oder dem Aktivieren der Cell Broadcast Warnungen. Gut vorbereitet zu sein heißt auch: sicherstellen, dass Warnungen ankommen und man im Ernstfall weiß, wie man reagieren soll.
Warntag in MV: Sirenen-Netz „lückenhaft“
In Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit nach Angaben des Innenministeriums insgesamt 1.700 solcher Sirenen installiert. Das Netz sei aber lückenhaft, meldet das Innenministerium. So sei nach Angaben des Ministeriums in Mecklenburg-Vorpommern das Netz bisher nicht flächendeckend. In der drittgrößten Stadt des Nordostens, Neubrandenburg, gibt es beispielsweise nach wie vor keine fest installierten Sirenen, sondern nur zwei mobile mit relativ kleiner Reichweite, wie ein Stadtsprecher sagte. Eine Anfrage nach Unterstützung beim Innenministerium in Schwerin laufe.
Auch in Güstrow gibt es bisher keine Sirene, wie es vom Landkreis Rostock hieß. Insgesamt seien im Landkreis derzeit 263 Sirenen in Betrieb und vier weitere in Planung. Greifswald hat in jüngster Zeit elf Sirenen neu installiert. Die Mittel dazu kamen aus einem Förderprogramm des Bundes.
Beim ersten Warntag des Jahres waren im Landkreises Vorpommern-Greifswald zunächst nur neuen Sirenen installiert, seit dem Sommer ist das Netz nun komplett mit elf Sirenen, wie eine Stadtsprecherin sagte. Neben Warntönen seien auch Durchsagen möglich. Auch sie sollen getestet werden, um zu prüfen, wie gut sie zu verstehen sind.
Die Stadt Rostock verfügt nach Angaben eines Sprechers über 30 Sirenen und erreicht damit 93 Prozent der Einwohner. Auch Schwerin hat sein Netz mit 18 Sirenen fertig. Wismar verfügt nach Angaben der Stadt über 8 Anlagen - auch dort ist das Netz laut einem Stadtsprecher komplett.
