Verbraucherzentrale Brandenburg warnt
: Neue Betrugsmasche über WhatsApp im Umlauf

Betrüger versuchen in Brandenburg an persönliche Daten zu kommen. Die Betrugsmasche läuft über Whatsapp ab. Wie sie funktioniert und welche Gefahren lauern.
Von
Nicole Züge
Frankfurt (Oder)
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Das WhatsApp-Logo auf einem Smartphone

Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche über WhatsApp.

Nico Tapia/dpa

Die Verbraucherzentrale in Brandenburg warnt aktuell wieder einmal davor davor, persönliche Daten über das Netz oder andere Kommunikationskanäle, beispielsweise WhatsApp oder Telefon, zu verschicken.

Anlass ist eine neue Betrugsmasche, vorrangig über WhatsApp, die derzeit auch in Brandenburg die Runde macht. Dabei versuchen Betrüger an die persönlichen Daten ihrer Opfer zu gelangen, um damit im Namen der Betroffenen zum Beispiel Konten zu eröffnen oder Kredite aufzunehmen.

Betrugsmasche in Brandenburg: So gehen die Täter vor

Online-Identifizierungsverfahren sollen eigentlich Sicherheit schaffen. Doch immer häufiger nutzen Betrüger diese Abläufe, um an sensible Daten zu kommen. Sie verschicken gefälschte Anwaltsbriefe, tarnen sich als Kryptoplattform oder locken mit Jobangeboten, warnt die Verbraucherzentrale in Brandenburg.

Ziel ist meist ein Foto des Personalausweises oder andere persönliche Informationen zu erhalten. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten darum genau prüfen, wer eine Identifizierung verlangt und niemals Daten über WhatsApp oder telefonisch weitergeben.

Die Masche ist stets ähnlich: Kriminelle geben sich als Bankangestellte, Anwälte oder Mitarbeitende von Online-Plattformen aus. Mit angeblich dringenden Anliegen drängen sie Betroffene zur Identifizierung. Um Vertrauen zu schaffen, nutzen sie die Namen bekannter Unternehmen oder fälschen offizielle Schreiben. „So versuchen sie, über WhatsApp oder andere Kanäle an Daten zu kommen, mit denen sie im Namen der Opfer Konten eröffnen oder Kredite aufnehmen können“, warnt Joshua Jahn, Sprecher der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB).

Aktuelles Beispiel: Gefälschte Anwaltsschreiben über WhatsApp

Auch ein aktuelles Beispiel führt die VZB an: So kursieren derzeit gefälschte Schreiben angeblicher Schweizer Kanzleien. Darin wird suggeriert, dass Betroffene Anspruch auf mehrere tausend Euro Schadensersatz hätten, etwa im Zusammenhang mit Gewinnspielen oder Kryptowährungen. Voraussetzung sei eine Identifizierung per Telefon, E-Mail oder WhatsApp. „Wer seinen Ausweis an Kriminelle weitergibt, riskiert Identitätsdiebstahl und Missbrauch“ so Jahn.

Weitere der VZB bekannte Fälle betreffen Auszahlungen auf vermeintlichen Kryptoplattformen, die angeblich nur nach einer Legitimierung über WhatsApp stattfinden können sowie gefälschte Stellenanzeigen oder Jobangebote für Finanztransfers Die VZB rät: Wer eine solche Aufforderung erhält, sollte sofort Strafanzeige erstatten.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg unterstützt Betroffene individuell:

Die Beratung kann vor Ort, telefonisch oder per Videochat erfolgen.

Termine unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo–Fr, 9–18 Uhr) oder online unter verbraucherzentrale-brandenburg.de/terminbuchung