Weihnachtsfilme aus der DDR: Kaum einer erinnert sich an diese weihnachtlichen Ost-Klassiker

Menschen umringen den in der ehemaligen DDR produzierten Fernseher des Typs "Leningrad". Wer kennt noch diese DDR-Weihnachtsfilme?
Dra/Haller-Hartmann/dpaWeihnachtsfilme gehören in den Advent, wie die Kugeln an den Tannenbaum. So war es auch schon in der DDR. Die Defa produzierte einige berühmte Weihnachtsklassiker, die damals wie heute gerne geguckt werden. Wer kann sich an diese festlichen Filme aus dem Osten erinnern?
DDR-Weihnachtsklassiker und ihre Sendetermine 2025
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973)

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Degeto/WDR/dpa„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist der wohl bekannteste Weihnachtsfilm aus der DDR und wohl auch der beliebteste Klassiker, der jedes Jahr aufs Neue im deutschen Fernsehen und über Streamingdienste geguckt wird. An diesen Terminen wird das Defa-Märchen 2025 im Fernsehen gezeigt.
Weihnachtsgeschichten (1986)
In dem Episodenfilm aus dem Jahr 1986 sind sieben Schicksale zu sehen, die jeweils durch ein und denselben Schokoladenweihnachtsmann verbunden sind. In der letzten Geschichte erreicht der Schokoladenweihnachtsmann wieder die Personen, die ihn in der ersten Geschichte verschenkt hat. Der Defa-Film von Christa Mühl wurde in Berlin sowie im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg gedreht. Der DDR-Klassiker wird an Heiligabend 2025 um 12:45 Uhr im MDR gezeigt.
Die Weihnachtsklempner (1986)
In der DDR-Weihnachtskomödie geht es um die Klempner Frank und Martin, die an Heiligabend in Berlin Dienst haben. In der Nacht erleben die Kollegen diverse Klempner-Notfälle, die sie beheben müssen, Franks Baby wird geboren und Martin lernt eine Frau kennen, welcher er näher kommt. Am 23. Dezember 1986 wurde der Film erstmals im DDR-Fernsehen ausgestrahlt und wird seitdem jedes Jahr aufs Neue ausgestrahlt. Am 20. Dezember 2025 wird der DDR-Weihnachtsfilm „Die Weihnachtsklempner“ um 20:15 Uhr auf dem rbb gezeigt.
Der Weihnachtsmann heißt Willi (1969)
In dem DDR-Weihnachtsfilm von 1960 geht es um Peter und Hans, die ihre Weihnachtsgeschenke verlieren, nachdem diese beim Überqueren einer Straße zerstört werden. Kurz vor Ladenschluss gewinnen sie überraschend eine Waschmaschine als Hauptpreis. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann namens Willi stiehlt jedoch die Waschmaschine, woraufhin die Jungen, unterstützt von Jugendlichen und Clown Ferdinand, eine turbulente Verfolgungsjagd durch Zirkus, Stadt und Bahnhof erleben. Schließlich erkennt Willi, dass er Peters Glauben an den Weihnachtsmann nicht zerstören darf, bringt die Waschmaschine zurück, und Peters Familie freut sich am Ende über das unerwartete Geschenk. Im deutschen Fernsehen wird der Film dieses Jahr nicht gezeigt, man kann den ganzen Film aber über den Defa-Kanal auf YouTube gucken.
„Der Weihnachtsmann heißt Willi“ in voller Länge auf YouTube:
Wie die Alten sungen … (1987)
1987 produzierte die Defa den Weihnachtsfilm „Wie die Alten sungen ...“. In dem Film wird Walter Lörkes ruhiger Heiligabend unterbrochen, als seine 17-jährige Enkelin nach einem Streit mit ihren Eltern bei ihm Zuflucht sucht und ihm gesteht, dass sie schwanger ist. Nach und nach treffen ihre Eltern, Freunde, Verwandte und schließlich auch der Kindsvater ein, wodurch die Wohnung immer voller wird und zahlreiche Missverständnisse geklärt werden. Trotz Chaos, Streit und Überraschungen endet der Abend schließlich in einer harmonischen, versöhnten Weihnachtsfeier. Der Film wird dieses Jahr nicht im Fernsehen ausgestrahlt.
Ach, du fröhliche … (1962)
Am 24. Dezember 1961 will Walter Lörke nach einem anstrengenden Arbeitstag als Weihnachtsmann endlich ein ruhiges Fest mit seiner Familie verbringen, doch seine Tochter Anne überrascht ihn mit der Ankündigung, dass sie schwanger ist und ihren Freund Thomas Ostermann heiraten möchte. Nachdem Lörke den Verlobten seiner Tochter zunächst nicht anerkennt aufgrund rebellischen Verhalten und Konflikten mit der DDR-Bürokratie, hilft er seinem zukünftigen Schwiegersohn am Ende. So sieht die Handlung in dem Weihnachtsfilm von 1962 aus. Der Film 2025 nicht im Free TV gezeigt.
Die Weihnachtsgans Auguste (1988)
Fast so berühmt wie Aschenbrödel ist „Die Weihnachtsgans Auguste“ aus dem Jahr 1988. Ludwig Löwenhaupt kauft Wochen vor Weihnachten eine Gans, um sie als Festbraten zu mästen, doch seine Kinder schließen das Tier sofort ins Herz und wollen es nicht essen. Die Gans, die sogar sprechen kann, wird zum geliebten Haustier der Familie, und trotz eines Versuchs von Ludwig, sie zu schlachten, bleibt sie am Leben. Am Ende darf die Gans dauerhaft in der Familie bleiben, und die Kinder setzen sich auch für andere Tiere wie die Karpfen der Großmutter ein. Am 24.12.2025 wird der DDR-Klassiker um 09:45 Uhr im rbb gezeigt.
Zwei Nikoläuse unterwegs (1988)
„Zwei Nikoläuse unterwegs“ wurde zum ersten Mal an Heiligabend im Jahr 1988 ausgestrahlt. Dieses Jahr wird der Film nicht im deutschen Fernsehen gezeigt. Das passiert in dem DDR-Weihnachtsklassiker: Die geschiedenen Freunde Ruprecht und Nikolaus fliehen an Heiligabend vor dem Familienstress in die Provinz, landen aber in einem ungeheizten Zimmer bei Familie Übel und treffen dort den traurigen Jungen Robert. Um Robert zu trösten, geben sie sich als geheime Ober-Nikoläuse aus, bringen die Familie wieder zusammen und sorgen für ein harmonisches Weihnachtsfest. Nach anfänglicher Verwirrung werden alle Missverständnisse geklärt, Roberts Vater entschuldigt sich, und Ruprecht und Nikolaus können schließlich gemeinsam mit der Familie Weihnachten feiern.


