Weißer oder grüner Spargel
: Welche Sorte ist gesünder?

Spargel gilt als besonders nährstoffreiches und kalorienarmes Frühlingsgemüse. Welche Unterschiede weisen grüner und weißer Spargel hinsichtlich der Inhaltsstoffe auf?
Von
David Hahn
Berlin
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Offizielle Eröffnung der Spargelsaison in Hessen: 08.04.2024, Hessen, Zwingenberg: Grüner und weißer Spargel werden bei der offiziellen Eröffnung der Spargel-Saison in Hessen auf dem Spargel- und Obsthof Wendel präsentiert. Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Grüner und weißer Spargel werden bei der offiziellen Eröffnung der Spargel-Saison in Hessen auf dem Spargel- und Obsthof Wendel präsentiert. Welche Sorte ist gesünder?

Andreas Arnold/dpa

Im Frühling gehört Spargel zu den beliebtesten Gemüsesorten. Spargel-Fans können sich abseits des Geschmacks auch über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe freuen. Was steckt in den Stangen und welche Sorte ist gesünder?

Weiß oder grün: Welcher Spargel ist gesünder?

Spargel ist nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) an sich sehr gesund. Die Stangen bestehen zu etwa 95 % aus Wasser und haben nur rund 16 Kalorien pro 100 g, ähnlich wie Gurke oder Wassermelone. Gleichzeitig sind sie im Verhältnis zum Nährwert reich an Ballaststoffen, die lange satt machen, sowie an einer Vielzahl von Vitaminen (darunter Vitamin C, A, E und verschiedene B-Vitamine wie Folsäure) und Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium, Phosphor und Eisen. Grüner Spargel punktet dabei mit einem etwas höheren Gehalt an Vitamin C und Folsäure im Vergleich zum weißen.

Gicht und Nierenprobleme: Zu hoher Spargel-Konsum kann schaden

Für die meisten Menschen ist Spargel bedenkenlos verzehrbar. Bei bestimmten Erkrankungen kann Spargel allerdings für Probleme sorgen: Wer an Gicht erkrankt ist, einen erhöhten Harnsäurespiegel oder Nierenprobleme hat, sollte beim Spargelverzehr aufpassen. Das BZfE empfiehlt, dass man am besten mit einem Arzt oder einer Ärztin bespricht, wie viel Spargel in Ordnung ist.

Der Grund liegt laut dem Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V. in den sogenannten Purinen, die im Spargel enthalten sind. Beim Abbau von Purinen entsteht Harnsäure, die über die Nieren ausgeschieden wird. Ist die Nierenfunktion eingeschränkt oder der Harnsäurespiegel bereits erhöht, kann sich diese Harnsäure und winzige Kristalle im Körper anreichern. Das kann zu Gichtanfällen, schmerzhaften Entzündungen, Schwellungen und rheumaähnlichen Beschwerden, vor allem in den Gelenken, führen. Beachtet werden sollte jedoch, dass Fleisch, Innereien oder auch weiteren Gemüsesorten und besonders Linsen oder Erbsen einen deutlich höhere Purin-Gehalt als Spargel aufweisen.