Wetter in Deutschland: Wie lange dauern die Eisheiligen?

Zeigt sich bald wieder die Sonne?
Annette Riedl/dpaNach der traditionellen Zählung dauern die Eisheiligen im Jahr 2026 fünf Tage – vom Montag, 11. Mai, bis Freitag, 15. Mai. Entscheidend ist aber nicht allein der Kalender, sondern die tatsächliche Wetterlage.
Die aktuelle DWD-Vorhersage zeigt: Die kühle Phase endet nicht abrupt mit dem 15. Mai. Auch am Wochenende danach bleibt es in Teilen Deutschlands kühl und unbeständig. Der DWD erwartet bis Samstag wechselhaftes Wetter mit Schauern, Gewittern und in den Alpen oberhalb von etwa 1500 Metern Schnee. In den Nächten kann es stellenweise weiter Bodenfrost geben.
Frostgefahr hält regional länger an
Am Mittwochmorgen meldet der DWD im Süden in geschützten höheren Lagen der Mittelgebirge oberhalb von 700 Metern leichten Frost bis minus 1 Grad. Am Alpenrand ist ebenfalls leichter Frost möglich, in höheren Tälern bis minus 2 Grad.
Auch in der Nacht zum Samstag kann es laut DWD stellenweise Bodenfrost geben. In der Nacht zum Sonntag werden Tiefstwerte zwischen 6 und 2 Grad erwartet, im Bergland vereinzelt bis minus 2 Grad. Gebietsweise besteht erneut Bodenfrostgefahr.
Damit bleibt die Frostgefahr regional über den eigentlichen Zeitraum der Eisheiligen hinaus bestehen. Besonders betroffen sind höhere Lagen, das Bergland und windgeschützte Täler. In tieferen Lagen ist es zwar ebenfalls kühl, dort ist Frost aber weniger wahrscheinlich.
Wechselhaftes Wetter mit Schauern und Gewittern
Neben den niedrigen Temperaturen prägen Schauer, Gewitter und Wind die Wetterlage. Für Mittwoch erwartet der DWD abseits des Südostens einzelne, teils starke Gewitter. Dabei können steife bis stürmische Böen zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde auftreten, örtlich auch kleinkörniger Hagel. Im Westen sind am Nachmittag in Gewitternähe einzelne Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde gering wahrscheinlich.
Am Donnerstag bleibt es wechselhaft. Wiederholt treten Schauer und Gewitter auf. In den Alpen fällt oberhalb von etwa 1500 Metern Schnee. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 10 und 17 Grad.
Auch am Freitag bleibt es unbeständig. Der DWD rechnet gebietsweise mit Schauern und einzelnen Graupelgewittern. Die Höchstwerte reichen von etwa 10 Grad in Alpennähe bis 18 Grad im Osten.
Wann wird es wieder wärmer?
Eine deutliche Erwärmung erwartet der DWD erst im Verlauf der kommenden Woche. Am Montag und Dienstag steigen die Höchstwerte deutschlandweit voraussichtlich auf 15 Grad in Oberbayern bis 23 Grad am Rhein. Gleichzeitig bleibt es zunächst noch wechselhaft, mit Schauern und Gewittern.
Der eigentliche Wetterumschwung zeichnet sich nach der Trendprognose für Mittwoch, 20. Mai, bis Freitag, 22. Mai, ab. Dann geht die Wetterlage voraussichtlich in Hochdruckwetter über. Es soll verbreitet trocken werden, die Temperaturen steigen deutlich. Tagsüber sind teils mehr als 25 Grad möglich. Nachts sieht der DWD dann keine Frostgefahr mehr.
