Wetterprognose Brandenburg: Wird es wieder kälter? Sibirische Eisluft im Anflug

Wird es schon bald wieder kälter in Brandenburg? Sibirische Eisluft macht sich breit. (Symbolbild)
Satu Renko/Lehtikuva/AP/dpaNach Glätte, Frost und Winterchaos in Brandenburg, gönnt das Wetter uns eine kleine Verschnaufpause. Doch die Großwetterlage steht vor einer markanten Umstellung. Wettermodelle deuten darauf hin, dass eisige Luft aus Osteuropa näher kommt. Wann wird es wieder kälter in Brandenburg und wie wahrscheinlich ist ein neues Winter-Comeback?
Wann wird es wieder kälter in Brandenburg? Sibirische Eisluft macht sich breit
Nach der frostigen Phase der vergangenen Tage fühlt sich das aktuelle Wetter fast schon frühlingshaft an. Doch die milde Luft ist nur ein Zwischenspiel. Der Blick auf die Wettermodelle zeigt: Der Winter könnte schon bald zurückkehren – dann mit klirrender Kälte aus dem Osten.
Wetter.com-Meteorologe Martin Puchegger erklärt: „Noch befinden wir uns in einer vergleichsweise milden Südströmung. Doch im Hintergrund bahnt sich eine markante Umstellung der Großwetterlage an, die in der zweiten Januarhälfte erneut klirrende Kälte, Frost und Schnee nach Deutschland bringen könnte.“
Noch ist es mild in Brandenburg – aber die Wetterlage kippt
Freitag (16.01.): Erste Blockade über Osteuropa
Am Freitag (16.01.) liegt ein Hochdruckgebiet über Osteuropa, während Tiefdruck über dem Atlantik dominiert. Der Jetstream lenkt milde Luft nach Mitteleuropa.
Ab Samstag (17.01.) verstärkt sich die Blockadelage
Ab Samstag (17.01.) baut sich das Hoch weiter auf und blockiert atlantische Tiefs. Damit öffnet sich der Weg für kontinentale Luft aus dem Osten. Wetterexperte Pugger beschreibt diese Blockadelage als einen klassischen Vorboten für eine mögliche Kältephase.
Zuerst wird es im Nordosten kälter
Bis Sonntag (18.01.) erreicht kühlere Luft aus Osteuropa den Nordosten Deutschlands und somit auch Brandenburg. Temperaturabweichungskarten zeigen dort bereits leicht unterdurchschnittliche Werte. Das ist ein erstes Warnsignal.
In der darauffolgenden Woche verlagert sich das Hoch nach Skandinavien. Deutschland gerät in eine klassische Ostlage mit sehr kalter, trockener Luft.
Wenig Schnee, aber strenger Frost
Unter Hochdruck fällt wenig Niederschlag. „Große Schneemengen sind daher nicht flächendeckend zu erwarten“, so Puchegger. Doch selbst wenig Schnee reicht aus, um die Temperaturen nachts stark absinken zu lassen.
Die Wettermodelle ECMWF und GFS simulieren übereinstimmend eine starke Kaltluftglocke über Nord- und Nordosteuropa, die Deutschland zumindest streift – ein deutliches Signal für eine mögliche Kältephase.
Ab der dritten Januardekade wird es deutlich kälter
Der 16-Tage-Trend zeigt rund um den Mittwoch (21.01.) einen klaren Temperaturrückgang sowohl im Osten als auch im Westen. In Brandenburg werden Minustemperaturen bis zu -12 Grad vorhergesagt. Die aktuelle milde Phase wird also nur ein Zwischenspiel sein, bevor der nächste Wintereinbruch kommt.