Wintersonnenwende 2024
: Astronomischer Winterbeginn – die längste Nacht des Jahres

Wintersonnenwende im Dezember 2024 – wann ist die längste Nacht des Jahres? Alle Details und Traditionen zum Fest des Lichts, die Sonnenwende im Winter.
Von
Doreen Matschuk
Frankfurt (Oder)
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Wann ist die Wintersonnenwende 2023? Infos zu Uhrzeit, Sonnenuntergang und Co. findet ihr hier.

Die Sonne geht am Nachmittag hinter der Spitze der Mahlower Dorfkirche unter. Die evangelische Feldsteinkirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut, steht unter Denkmalschutz und ist wegen ihres Pyramidendachs mit Turmkugel ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Ortes. +++ dpa-Bildfunk +++

Bald ist wieder Wintersonnenwende. Wann ist der kürzeste Tag des Jahres? Uhrzeit, Sonnenauf- und untergang sowie Feste zur Sonnenwende im Winter. (Symbolbild)

Soeren Stache/dpa
  • Wintersonnenwende 2024: Kürzester Tag und längste Nacht am 21. Dezember.
  • Astronomischer Winterbeginn: Sonne erreicht geringste Höhe, Dunkelheit auf Nordhalbkugel.
  • Berlin: Tageslänge 7h 39min, Potsdam 7h 40min.
  • Polarnachtmonat in Hammerfest, Norwegen, ab 21. Dezember.
  • Traditionen: Germanen, Julfest in Skandinavien, Lichterfest Santa Lucia am 13. Dezember.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Wintersonnenwende ist jedes Jahr ein astronomisches Ereignis. Wann ist die längste Nacht des Jahres und wie wird sie gefeiert? Alle Details und Traditionen zur Sonnenwende im Winter lesen Sie hier.

Übersicht

  • Was ist die Wintersonnenwende und wann findet sie statt?
  • Der kürzeste Tag in 2024
  • Der früheste Sonnenuntergang 2024
  • Dauer der Polarnacht
  • Feierlichkeiten und Traditionen zur Wintersonnenwende

Der Dezember ist der dunkelste Monat des Jahres. Die Tage werden zunehmend kürzer, während die Nächte länger werden. Doch die Zeit der Dunkelheit neigt sich dem Ende zu. Der früheste Sonnenuntergang des Jahres ist bereits vorbei und jetzt verschiebt sich der Sonnenuntergang allmählich auf spätere Uhrzeiten.

Erst am 21. Dezember erreichen wir mit der Wintersonnenwende den Höhepunkt der Dunkelheit. Auf der Südhalbkugel hingegen leuchtet die Sonne so stark wie sonst nie. In Australien, Südafrika und Südamerika beginnt dann nämlich der Sommer.

Wintersonnenwende 2024 – der Beginn des astronomischen Winters

In der Astronomie spielt die Position der Sonne eine entscheidende Rolle. So ist der astronomische Beginn des Winters auf der Nordhalbkugel eng mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember verbunden. In 2024 findet diese um 10:20 Uhr MEZ statt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Sonne von der Nordhalbkugel aus gesehen gegen Mittag die geringste Höhe über dem Horizont und wir erleben die längste Nacht und den kürzesten Tag des Jahres. In Berlin ist der Tag sogar kürzer als in Frankfurt (Oder).

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Früheste Sonnenuntergang um den 12. Dezember

Der früheste Sonnenuntergang tritt jedoch bereits um den 12. Dezember ein. Selbst im südlichsten Teil Deutschlands verkürzt sich die Tageslänge bis zum 21. Dezember auf etwa 8,5 Stunden. Im Norden von Schleswig-Holstein scheint die Sonne dann kaum mehr als 7 Stunden am Tag.

Die Polarnacht kann mehrere Monate dauern

Während der Wintersonnenwende ist der Nordpol stark von der Sonne abgewandt. In den nördlichen Regionen bleibt die Sonne im Winter daher oft für mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate lang unsichtbar. Die Dauer der Polarnacht variiert je nach Breitengrad. Ein Beispiel hierfür ist die norwegische Stadt Hammerfest, wo die Polarnacht etwa zwei Monate lang dauert.

Ab dem 21. Dezember bis zum Jahresende nimmt die Dauer des lichten Tages auf der Nordhalbkugel um rund 4 Minuten zu. Die Verlängerung der Tageslänge erfolgt nicht symmetrisch zwischen den Morgen- und Abendstunden. Die elliptische Form der Erdbahn um die Sonne sowie die Neigung der Erde zu ihrer Umlaufbahn sind die Ursachen für dieses Phänomen. Der späteste Sonnenaufgang ist erst um den 2. Januar zu beobachten.

Entstehung der Traditionen und Feste zur Wintersonnenwende

Die Wintersonnenwende bringt, genauso wie die Sommersonnenwende, ihre eigenen Traditionen mit sich und ist in zahlreichen Kulturen als Festival des Übergangs bekannt.

Das Wintersonnenwende-Neujahrsfest war das bedeutendste Fest der Germanen. Ein Feuer wurde entzündet, um den Sieg über Dunkelheit und Kälte zu feiern. Die Menschen glaubten, dass die Sonne im Winter stirbt und dann wiedergeboren wird. Die Wintersonnenwende markierte einen magischen Neuanfang für germanische und keltische Völker.

Es war ein Fest der Hoffnung auf mehr Licht und längere Tage sowie des Überlebens in der harten Winterzeit. Das Fest symbolisierte den Beginn des neuen Jahres im Jahreskreisrad und das erwachende neue Leben der Natur. In Skandinavien zum Beispiel, wo die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten stark ausgeprägt sind, wurde das Julfest gefeiert, welches später mit dem christlichen Weihnachtsfest am 24. Dezember verschmolz.

Auch das Lichterfest Santa Lucia gehört zu den traditionellen Feierlichkeiten der nordischen Länder. Es wird bereits am 13. Dezember gefeiert, weil nach dem alten julianischen Kalender an diesem Tag die Sonnenwende stattfand. Heute ist dieses Ereignis der Beginn der Weihnachtszeit und Kirchen in ganz Skandinavien sind mit Prozessionen junger Frauen in weißen Gewändern und Kerzen auf dem Kopf gefüllt.