Zecken in Hamburg: Gibt es FSME-Risikogebiete?

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Hamburg
Julian Stratenschulte/dpa- Die Zeckensaison 2025 beginnt, das Risiko für FSME-Infektionen in Hamburg steigt.
- RKI: Hamburg ist das einzige Bundesland ohne gemeldete FSME-Erkrankungen.
- Studie von Pfizer: Hamburg belegt Platz 3 bei Zeckenaktivität, 53 Zecken pro 300 m².
- FSME-Risikogebiete basieren auf gemeldeten Fällen, Hamburg ist derzeit kein Risikogebiet.
- Trotz keiner FSME-Fälle, besteht in Hamburg weiterhin ein Infektionsrisiko.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob Wanderungen oder Spaziergänge – wenn die Temperaturen steigen, zieht es viele Menschen nach draußen. Doch gerade in dieser Zeit ist auch die Zeckenaktivität hoch und mit ihr das Risiko, sich mit FSME anzustecken. Wie hoch ist in Hamburg das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?
Zecken: Fälle von FSME in Hamburg
Am 27. Februar 2025 hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis für Hamburg: Die Region gilt, als einziges Bundesland, in dem bisher keine FSME-Erkrankung gemeldet wurde. In einer Studie, die von Pfizer durchgeführt wurde, landete Hamburg jedoch auf Platz drei der untersuchten Bundesländer hinsichtlich der höchsten Zeckenaktivitäten. Wie verlief die Studie?
Erhöhter Zeckenbefall in Hamburg
Im Rahmen einer dreimonatigen Studie von Pfizer, untersuchten Forscher von April bis Juli 2022 insgesamt 32 Stadtparks in ganz Deutschland auf Zeckenbefall. Dabei kam die Flaggmethode zum Einsatz, bei der ein Flanelltuch über die bodennahe Bepflanzung gezogen wird, um Zecken zu fangen. In jedem Bundesland wurden dabei zwei Parks untersucht, wobei insgesamt 15 Fahnenzüge pro Park durchgeführt wurden. Neben Gebüschen, die für Zecken besonders geeignete Lebensräume bieten, wurden auch Wiesen- und Rasenflächen stichprobenartig untersucht.
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Hamburg in der Untersuchung mit 53 Zecken pro 300 m² unter den Bundesländern, mit der höchsten Zeckenaktivität, den dritten Platz belegte. In der Untersuchung von Pfizer, der auch Hersteller eines FSME-Impfstoffs ist, wurde ausschließlich die Anzahl der Zecken erfasst, ohne deren mögliche Infektion mit Krankheitserregen, wie dem FSME-Virus zu prüfen.
Weitere Ergebnisse der Studie:
- Baden-Württemberg: 10
- Bayern: 5
- Berlin: 5
- Brandenburg: 18
- Bremen: 85
- Hamburg: 53
- Hessen: 1
- Mecklenburg-Vorpommern: 46
- Niedersachsen: 12
- Nordrhein-Westfalen: 0
- Rheinland-Pfalz: 1
- Saarland: 16
- Sachsen-Anhalt: 101
- Sachsen: 52
- Schleswig-Holstein: 38
- Thüringen: 5
Wann wird ein Gebiet zum Risikogebiet?
FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.
Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.
Obwohl Hamburg nicht als Risikogebiet eingestuft und keine FSME-Infektion registriert wurde, besteht trotzdem die Möglichkeit an FSME zu erkranken.
Zecken in Deutschland 2025
Alles was man über die anstehende Zeckensaison wissen muss im Überblick: