Zecken in MV
: Gilt Mecklenburg-Vorpommern als FSME-Risikogebiet?

Im Frühling nimmt die Zeckenaktivität zu, was das Risiko einer FSME-Infektion in Deutschland erhöht. Doch zählt Mecklenburg-Vorpommern zu den Risikogebieten?
Von
Rose Abbas Mohammad
Schwerin
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Im Gegenlicht ist der Schatten einer Zecke (Ixodida) auf einem Blatt zu sehen.

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Patrick Pleul/dpa
  • Zeckensaison 2025 startet: FSME-Risiko in Mecklenburg-Vorpommern steigt.
  • RKI stuft Mecklenburg-Vorpommern nicht als FSME-Risikogebiet ein.
  • Wenige FSME-Fälle in den letzten 20 Jahren: insgesamt 9 Fälle in fünf Landkreisen.
  • Ein Gebiet wird zum Risikogebiet, wenn die FSME-Rate über 5 Jahre hoch ist.
  • Status als Risikogebiet bleibt mindestens 20 Jahre bestehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit den steigenden Temperaturen zieht es zahlreiche Menschen ins Freie, sei es für Ausflüge in die Natur oder zum Entspannen im Park. Doch gerade in dieser Jahreszeit sind Zecken besonders aktiv, was das Risiko einer FSME-Infektion mit sich bringt. Wie hoch ist in Mecklenburg-Vorpommern das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?

Zecken: Fälle von FSME in Mecklenburg-Vorpommern

Am 27. Februar 2025 hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis für Mecklenburg-Vorpommern: Die Region gilt, zusammen mit Schleswig-Holstein und Berlin, als eines der Bundesländer, in denen zwar vereinzelt FSME-Erkrankungen gemeldet werden, dort aber kein Land- oder Stadtkreis als Risikogebiet eingestuft wurde.

Betroffene Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern

In den letzten zehn bis 20 Jahren wurden in Mecklenburg-Vorpommern nur wenige FSME-Infektionen nachgewiesen. Die bekannten Fälle traten in folgenden Stadtkreisen auf:

  • Landkreis Ludwigslust – Parchim (1 Fall, 2011)
  • Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (1 Fall, 2004)
  • Landkreis Rostock (1 Fall, 2016)
  • Landkreis Vorpommern – Greifswald (2 Fälle, 2006 und 2012)
  • Landkreis Vorpommern – Rügen (4 Fälle, 2005, 2010, 2015, 2020)

Diese Zahlen zeigen, dass FSME-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern zwar selten sind, aber vereinzelt vorkommen.

Wann wird ein Gebiet zum Risikogebiet?

FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.

Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.