Zeitumstellung Oktober 2024: Werden dieses Wochenende die Uhren auf Winterzeit gestellt?

Zeitumstellung auf Winterzeit 2024: Werden dieses Wochenende die Uhren umgestellt? (Symbolbild)
Rolf Vennenbernd/dpa- Zeitumstellung auf Winterzeit findet am 27. Oktober 2024 statt; Uhr wird um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
- Winterzeit ist die Standardzeit, Sommerzeit wurde später eingeführt.
- Zeitumstellung spart keine Energie; erhöht Energieverbrauch durch morgendliches Heizen.
- Umstellung beeinflusst Gesundheit; führt zu Schlafmangel und -störungen.
- EU-Kommission schlug 2018 Abschaffung vor; noch keine Einigung der 27 Mitgliedsstaaten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Alle halbe Jahre wieder: Die Zeitumstellung steht an. Wie im Frühjahr die Uhren auf Sommerzeit gestellt werden, stellen wir die Uhren im Herbst auf Winterzeit. Wann stellen wir die Uhr im Herbst um? Warum werden Uhren überhaupt umgestellt und sollte das nicht eigentlich schon vor Jahren abgeschafft werden?
Ein Überblick:
- Wann werden die Uhren auf Winterzeit gestellt?
- Was war zuerst da – Sommerzeit oder Winterzeit?
- Ob die Zeitumstellung wirklich Energie oder Strom spart
- Nachteile für die Gesundheit aufgrund der Uhrumstellung
- Wann wird das Umstellen der Uhren abgeschafft?
Winterzeit 2024 im Oktober: Werden dieses Wochenende die Uhren umgestellt?
Diesen Sonntag, am 27. Oktober 2024, werden Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt. Das bedeutet, in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr von 3 Uhr auf 2 Uhr gestellt – eine Stunde zurück. Das gibt uns eine Stunde mehr Schlaf.
Was ist die normale Zeit – Sommerzeit oder Winterzeit?
Die Winterzeit ist Standardzeit und die Sommerzeit wurde eingeführt. Die Winterzeit war also "zuerst da" und ist die normale Zeit.
Uhr umstellen spart keine Energie
Ende des 19. Jahrhunderts kam zum ersten Mal die Idee auf, eine staatliche Sommerzeit einzuführen. Kanada war dann 1908 das erste Land, was auf lokaler Ebene eine Zeitumstellung einführte. Im deutschen Kaiserreich gab es während des ersten Weltkriegs zum ersten Mal eine staatlich eingeführte Sommerzeit. In den darauffolgenden Jahrzehnten gab es immer wieder gesetzliche Uhrumstellungen zu Sommer- oder Winterzeit.
Im Jahr 1980 wurde die aktuelle Sommerzeit eingeführt. Seitdem wird kontrovers über die Vor- und Nachteile dieser Maßnahme diskutiert. Grund für die Einführung der Sommerzeit war damals die Hypothese, dass die Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst Energie sparen würde. Das wurde jedoch widerlegt. Gemäß dem Bundesumweltamt wird zwar abends während der Sommerzeit elektrisches Licht eingespart, jedoch wird morgens mehr geheizt, insbesondere in den kalten Monaten (März, April und Oktober). Insgesamt führt dies zu einem Anstieg des Energieverbrauchs.
Wie wirkt die Zeitumstellung im Herbst auf die Gesundheit?
Winterzeit 2024: Zwar gewinnen wir bei der Zeitumstellung im Herbst eine Stunde. Aber: „Es ist immer ein kleiner Jetlag von einer Stunde“, sagt Schlafexperte Hans-Günter Weeß, Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.
Anders als im Urlaub könne sich der Körper allerdings nicht langsam an die neue Zeit gewöhnen. „Im Arbeits- oder Schulalltag haben wir nicht diese Möglichkeit“, sagt Weeß.
Die Zeitumstellung im Herbst, durch die wir eine Stunde gewinnen, ist Medizinern zufolge weniger belastend als jene im Frühling. Die Winterzeit entspreche viel mehr dem inneren Schlaf- und Wachrhythmus als die Sommerzeit.
Wie wirkt sich die Winterzeit auf unseren Schlaf aus?
Man muss sich von einem Tag auf den anderen nach der neuen Zeit richten. Dies führe zu vorübergehendem Schlafmangel und Schlafstörungen, sagt Somnologe Hans-Günter Weeß.
Einige Menschen schlafen beispielsweise schlechter ein, haben dadurch ein Schlafdefizit und fühlen sich ganz matt.
Winterzeit und Sommerzeit: Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft
2018 schlug die EU-Kommission unter dem damaligen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker vor, die Uhrumstellung abzuschaffen. Seitdem hat sich aber nichts getan und es steht nicht fest, wann die saisonale Uhrzeit abgeschafft wird. Denn dafür müssen alle 27 Mitgliedsstaaten zustimmen, was sie bisher nicht getan haben.
Seit Jahren zeigen Umfragen, dass die Zeitumstellung in europäischen Ländern auf wenig Zustimmung stößt. In einer Online-Umfrage der EU-Kommission im Jahr 2018 sprachen sich 84 Prozent der Befragten dafür aus, die Zeitumstellung abzuschaffen. Die Mehrheit präferierte eine dauerhafte Sommerzeit. Gründe für die Abschaffung waren gesundheitliche Beeinträchtigungen, eine Zunahme von Verkehrsunfällen und nur geringe Energieeinsparungen.
Die nicht repräsentative Umfrage zeigte auch ein besonderes Interesse Deutschlands an diesem Thema: Von den 4,6 Millionen Teilnehmenden waren drei Millionen Deutsche.
Die Ukraine schafft als erstes Land die Zeitumstellung ab. Ab dem 30. März 2025 wird es in der Ukraine nur noch die Standardzeit, also die Winterzeit, geben.


