Zoo und Tierpark Berlin
: Diese süßen Tier-Kinder gibt es jetzt zu entdecken

Für Familien gibt es in Zoo und Tierpark Berlin niedlichen Nachwuchs zu entdecken. Ein Ausflug zu den putzigen Tier-Kindern in den Gehegen.
Von
Maria Neuendorff
Berlin
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Im Zoo Berlin tollen derzeit auch Zwergmangusten-Jungtiere durch das Gehege.

Im Zoo Berlin tollen derzeit unter anderem Zwergmangusten-Jungtiere durch das Gehege.

Zoo Berlin

Tier-Babys, die im Zoo oder Tierpark Berlin geboren wurden, sind gerade bei Familien mit Kindern ein absoluter Besuchermagnet. Doch während die Panda-Babys wahrscheinlich erst im kommenden Frühjahr aus ihrem Innengehege geholt werden und Zwergflusspferd Toni am Nilpferd-Becken für Andrang sorgt, gibt es aktuell noch anderen Nachwuchs, der zwar weniger bekannt, aber nicht weniger niedlich sind. Hier ein paar süße Beispiele.

Mit ihren Knopfaugen sehen sie auch ausgewachsen putzig aus, aber wenn sie noch so winzig sind, will man sie erst recht knuddeln: Ende Juni 2024 wurden im Berliner Zoo drei Zwergmangusten geboren. Das Geschlecht der kleinen, tagaktiven Raubtiere ist noch unbekannt. Die Eltern heißen Semmel und Brösel, ihre drei kleinen Hüpfer haben noch keine Namen.

„Üblicherweise bekommt nur das dominante Weibchen einer Gruppe Nachwuchs“, berichtet Zoo-Sprecherin Svenja Eisenbarth, die selbst Fortpflanzungsbiologin ist. „Verschiedene Mitglieder der Gruppe übernehmen unterschiedliche Aufgaben“, erklärt Eisenbarth. Zum Beispiel werde bei Gefahr mit einem bestimmten Ruf gewarnt. Die Tragzeit liegt bei rund 50 Tagen. Der Nachwuchs wird bis zu zwei Monate gesäugt. Die Zwergmangusten sind im Raubtierhaus zwischen Jaguar und Tiger zu finden.

Balgende Wüstenkatzen im Zoo Berlin

Dort gibt es für Familien auf Tier-Baby-Suche gleich eine weitere Entdeckung zu machen. Im Bereich der kleineren Raubtiere, in der Nähe der Mungos, tollen derzeit vier niedliche Sandkatzen miteinander herum. Am 16. Juni brachten die Eltern Aladin und Jasmin einen Wurf mit vier Jungtieren zur Welt. Sandkatzen werden auch als Wüstenkatzen bezeichnet, dies geht auf ihr Vorkommen in den Wüstengebieten in Afrika, auf der Arabischen Halbinsel und in Teilen Zentralasiens zurück.

Auch die Wüstenkatzen im Berliner Zoo haben süßen Nachwuchs bekommen.

Auch die Wüstenkatzen im Berliner Zoo haben süßen Nachwuchs bekommen.

Zoo Berlin

Ihr dichtes Fell schützt sie sowohl gegen die Tageshitze als auch gegen die niedrigen Temperaturen in der Nacht. Auffällig sind die großen behaarten Ohren, die so ein Eindringen von Sand verhindern. Insgesamt leben nun sechs Sandkatzen im Zoo Berlin.

Mini-Schweine neben dem Kinderspielplatz

Sandkatzen haben eine Tragzeit von um die 60 Tage. „Etwa zwei Wochen nach der Geburt öffnen die Jungtiere die Augen“, erklärt Svenja Eisenbarth. „Nach etwas über einem Monat können sie bereits feste Nahrung zu sich nehmen und sind mit etwas über einem Jahr geschlechtsreif.“ Die beste Zeit, um die jungen Sandkatzen beim Spielen zu beobachten, sei morgens.

Ende August gab es auch Nachwuchs bei den Weißbartpekari. Die Tiere gehören zu den Nabelschweinen und sind eigentlich im Regenwald in Südamerika beheimatet. Sie leben in großen Rotten zusammen, die Tragzeit beträgt 160 Tage. Über das Fortpflanzungsverhalten ist wenig bekannt, die Jungtiere können bereits wenige Stunden nach der Geburt laufen und sind sehr selbstständig.

Weißbartpekari gehören in der Natur zu den gefährdeten Arten. Im Zoo Berlin sind derzeit zwei Jungtiere zu sehen.

Weißbartpekari gehören in der Natur zu den gefährdeten Arten. Im Zoo Berlin sind derzeit zwei Jungtiere zu sehen.

Zoo Berlin

Die Weißbartpekari stehen auf der Roten Liste und werden als „gefährdet“ eingestuft.Typisch für die kleinen Schweinchen ist das gegenseitige Reiben. Das liegt an der sich auf dem Rücken befindenden Duftdrüse, die ein sehr streng riechendes Sekret verströmt. „So stellen sie den Gruppengeruch her, grenzen ihr Revier ab und erkennen sich untereinander wieder“, erläutert die Zoo-Sprecherin.

Die Weißbartpekaris befinden sich im Berliner Zoo ganz in der Nähe des Kinderspielplatzes an der Waldschänke, auf der sogenannten „Schweineallee“, direkt gegenüber von den großen Rotbüffeln.

Gestreifte Babys am Elefantenhaus

Doch nicht nur im Zoo, sondern auch im Tierpark Berlin gibt es Nachwuchs zu entdecken. Dort haben unter anderem die Zebramangusten Babys bekommen. Die kleinen Raubtiere, die ähnlich aussehen wie Erdmännchen, aber ein gestreiftes Fell haben, haben vor kurzem dreifachen Nachwuchs bekommen. „Zebramangusten sind sehr soziale Tiere“, betont Svenja Eisenbarth.

Da die Geburten – diesmal war es nur ein Weibchen – häufig synchronisiert in der Gruppe ablaufen, würden die Jungtiere auch von allen Weibchen großgezogen und gesäugt. Auch die Männchen würden in die Jungenaufzucht mit eingebunden und übernähmen oft die Rolle des „Babysitters“ für den Nachwuchs.

Bei den Zebraangusten im Tierpark Berlin übernehmen häufig die Männchen das "Babysitten".

Bei den Zebramangusten im Tierpark Berlin übernehmen häufig die Männchen das „Babysitten“.

Tierpark Berlin

Feste monogame Paare gebe es bei den Zebramangusten dagegen nicht, erklärt die Fortpflanzungsexpertin. „Alle Weibchen paaren sich mit allen Männchen. Somit bleibt die Vaterfrage meist ungeklärt.“ Dieses Modell sei im Tierreich nicht selten. Auch Schimpansen leben zum Beispiel so.

Und die Zebramangusten im Tierpark sind in direkter Nachbarschaft zu den Hyänen zu finden, gegenüber dem zukünftigen Elefantenhaus, das aber aktuell noch umgebaut wird.

Tierpark Berlin – Giraffen erwarten drittes Jungtier

Im Tierpark Berlin sind zudem in diesem Sommer zwei Rothschild-Giraffen quasi auf die Welt gepurzelt. Die Jungtiere wurden am 24. Juni und am 11. August in der Savannenlandschaft inmitten der Giraffenherde geboren. „Für die Tierpark-Gäste ein einmaliges Erlebnis“, betont Sprecherin Eisenbarth.

Giraffen-Nachwuchs Berti im Tierpark Berlin

Giraffen-Nachwuchs Berti im Tierpark Berlin.

Tierpark Berlin

Bei der feierlichen Namens-Taufe in der Giraffenlodge am 22. August zeigten sich „Berti“ und „Emily“ selbst reichlich unbeeindruckt und erkundeten lieber zusammen die großzügige Savannenlandschaft im Tierpark. „Vielleicht gibt es schon bald noch mehr Grund zur Freude“, verrät Eisenbarth. „Auch das Weibchen Maude ist derzeit trächtig, so könnte ein drittes Jungtier die Herde im September noch weiter vergrößern.“

Familienführungen und Kindergeburtstage

Der Tierpark und auch der Zoo Berlin bieten spezielle Führungen für Familien an, bei denen man mit einem Guide auch hinter die Kulissen blicken kann. Zudem kann man auch mit einem Tierpfleger sein Lieblingstier besuchen. Im Oktober bietet der Tierpark zudem eine Führung unter der Überschrift „Gruselige Tierwelt“ an, die man aber nicht mit einer Halloween-Party verwechseln sollte.

Die Sonderveranstaltungen für Familien sind nur online unter tierpark-berlin.de sowie zoo-berlin.de zu buchen. In beiden Einrichtungen kann man zudem auch Kindergeburtstage feiern.