zur Idee, die Arbeitszeit zu verkürzen
: Vier Tage? Nicht für alle.

Arbeitsplätze sind ­bedroht. Durch Co­rona und durch die Digitalisierung.
Von
André Bochow
Berlin
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André Bochow

Thomas Koehler/ photothek.net

Soll es eine gesetzlich festgelegte 30–Stunden–Woche sein? Die würden viele kleine und mittlere Unternehmen nicht überleben. Vernünftig wirken Modelle, nach denen die Tarifpartner Arbeitszeitverkürzungen vereinbaren. Voller Lohnausgleich wäre wünschenswert. Das setzt eine Produktivitätssteigerung voraus, die die steigenden Lohnkosten wieder einspielt, was selten realistisch sein dürfte. Auf den Lohnausgleich zu verzichten, hieße alle Probleme auf den Beschäftigtenbuckel zu laden. Teilausgleich ist nur eine Teillösung. Und wer soll eigentlich dort verhandeln, wo es keine Gewerkschaftsmacht gibt?

Die Debatte wird bei wachsender Arbeitslosigkeit nicht so schnell abebben. Aber die Vier–Tage–Woche wird es nur vereinzelt und nur zu sehr unterschiedlichen Bedingungen geben.