zur Rettung der Sumpfschildkröte
: Keine Rettung ohne Wasser

Der zunehmende Wassermangel als Folge des Klimawandels gefährdet die Bestände der Europäischen Sumpfschildkröte.
Von
Frank Kaiser
Frankfurt (Oder)
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Frank Kaiser

MOZ Gerd Markert

Da hieß es unter den Fachleuten noch, dass die Einflüsse kontinentalen Klimas für zoologische Kostbarkeiten wie die Europäische Sumpfschildkröte eine wichtige Rolle spielen. Mehr als eineinhalb Jahrzehnte später macht der Spezies, und nicht nur dieser, eben das Klima sehr zu schaffen.

Dürresommer, die nicht in loser Folge kommen, sondern Dauerzustand sind, trocknen das Land immer mehr aus. Der Lebensraum für bedrohte Arten schwindet. Am schnellsten die Tümpel, Teiche und Feldsölle. Mit dem Wasser verschwindet die Schildkröte.

Umso wichtiger ist die Arbeit einzigartiger Rettungsprojekte wie das in Linum, das einst mithilfe von Stiftungen und Fördertöpfen gestartet werden konnte. Es ist der lobenswerte Versuch, etwas zu erhalten, was noch da ist. Doch mit Geld und ausdauernder Aufzucht allein lässt sich das Überdauern der gepanzerten Tiere nicht sichern. Die Natur in Brandenburg muss sich als Lebensraum regenerieren können, braucht vor allem Wasser. Sonst können wir die Sumpfschildkröte bald nicht mehr dort, sondern nur noch im Zoo finden.