Anschlag in Magdeburg: Was über den Täter bisher bekannt ist

Polizisten sind am Magdeburger Weihnachtsmarkt im Einsatz.
JOHN MACDOUGALL/AFP- Mindestens zwei Tote und Dutzende Verletzte bei Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt.
- Verdächtiger, ein Arzt aus Saudi-Arabien, festgenommen; lebte seit 2006 in Deutschland.
- Täter raste mit Leihwagen in Menschenmenge, handelte vermutlich allein.
- Keine weitere Gefahr für die Stadt, Untersuchungen laufen.
- Artikel wird mit neuen Informationen aktualisiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff informierte am Freitagabend über die Lage und die bisherigen Erkenntnisse zum Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Vier Menschen sind ums Leben gekommen, darunter ein Kleinkind. Es gibt Dutzende Verletzte. Haseloff gab auch erste Informationen zum mutmaßlichen Täter bekannt, der am Abend festgenommen wurde.
Der nach der Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg festgenommene Mann aus Saudi-Arabien ist als islamkritischer Aktivist bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bezeichnet sich der 50-jährige Arzt, der seit 2006 in Deutschland lebt, selbst als Ex-Muslim. Bei dem festgenommenen Verdächtigen handele es sich um einen Arzt, der in Bernburg, einer Stadt an der Saale etwa 40 Kilometer südlich von Magdeburg, lebe und arbeite. Er war den Behörden nicht als Islamist bekannt. „Nach jetzigem Stand ist es ein Einzeltäter, sodass auch für die Stadt nach jetzigem Ermessen keine weitere Gefahr ausgeht, weil wir ihn festnehmen konnten und jetzt alle Untersuchungen laufen“, sagte Haseloff.
Mann lebte seit 2006 in Deutschland
Landesinnenministerin Tamara Zieschang sagte, der Mann stamme aus Saudi-Arabien, er sei 2006 erstmals nach Deutschland gekommen und habe einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Der Täter ist laut Haseloff mit einem Leihwagen in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gerast.
Mehrere Medien benannten den Mann als Taleb A., der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sei. Nach Informationen des "Spiegel" war der Mann in der saudischen Exil-Community aktiv. In sozialen Medien und Interviews erhob er zuletzt teils wirr formulierte Vorwürfe gegen deutsche Behörden. Er hielt ihnen unter anderem vor, nicht genügend gegen Islamismus zu unternehmen. Nachdem er vor Jahren mit seiner Unterstützung für saudische Frauen, die aus ihrem Heimatland fliehen, an die Öffentlichkeit gegangen war, schrieb er später auf seiner Website in englischer und arabischer Sprache: „Mein Rat: Bittet nicht um Asyl in Deutschland.“ Zuletzt, so berichtet das Nachrichtenmagazin, habe er offen mit der AfD sympathisiert und vor einer Islamisierung Deutschlands gewarnt.
Die Ermittler gingen auch am frühen Morgen weiter von einem Einzeltäter aus. Hinweise, nach denen ein zweites, möglicherweise tatrelevantes Auto in der Innenstadt gesichtet wurde, hätten sich nicht bestätigt, teilte die Polizei auf X mit. Die Einsatzmaßnahmen dauerten an, es würden unter anderem Durchsuchungen durchgeführt, hieß es weiter. Eine Sprecherin sagte, es laufe eine Durchsuchung in Bernburg. Details nannte sie nicht. „Aktuell haben wir keine Hinweise auf Mittäter.“
Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir diesen Artikel aktualisieren.
