Corona Schule
: Lehrer-Verband fordert klare Regeln für Unterricht je nach Inzidenz

Wann findet trotz Corona Präsenzunterricht in der Schule statt und wann bleiben Schüler daheim? Der Deutsche Realschullehrerverband hat einen konkreten Vorschlag.
Von
Chris Wille mit DPA
München
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Präsenzunterricht, Wechselunterricht oder Fernunterricht (Homeschooling)? Wegen Corona müssen jetzt klare Regeln für die Schule her - abhängig vom aktuellen Infektionsgeschehen. Das fordert der Deutsche Realschullehrerverband.

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Angesichts der aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland und der Diskussion um eine Verlängerung des Lockdowns rückt auch das Thema Schule und Kita wieder in den Vordergrund. Nach dem Ende der Weihnachtsferien müssen nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbands klare Regeln zu Wechsel- und Distanzunterricht gelten. Nach dessen Vorschlag sollen diese abhängig von den aktuellen Corona-Infektionszahlen sein.

Präsenzunterricht oder Fernunterricht? Das schlägt der Lehrerverband als Corona-Regel für Schule vor

Ab wann sollen Schüler zum Präsenzunterricht in die Schulen, wann in den Wechselunterricht und wann müssen sie im Fernunterricht daheim bleiben? Für entsprechende Corona-Regeln dazu hat der Vorsitzende des Deutschen und des Bayerischen Realschullehrerverbands, Jürgen Böhm, folgenden Vorschlag der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt:

  • Präsenzunterricht bis zu einer Inzidenz 50
  • Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 50
  • Fernunterricht ab einer Inzidenz von 100

Auch über einen Wert von 150 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen könne man noch diskutieren.

Ignoranz vor Corona an Schulen - Infektionsgeschehen wird unterschätzt

„Aber es müssen jetzt klare Ansagen gemacht werden, wie wir in den nächsten Wochen und Monaten handeln“, betonte Böhm. Es mache keinen Sinn, die Schüler nach den Ferien wieder dicht gedrängt in Bussen durch die Gegend zu fahren, so lange die Ansteckungsraten so hoch seien.

„In einigen Bundesländern will man immer noch nicht verstehen, dass es auch an den Schulen ein Infektionsgeschehen gibt und sich Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte dort anstecken“, erläuterte Böhm. „Diese Tatsache wird mit einer Ignoranz und Arroganz unterschätzt, dass einem fast die Worte fehlen.“