Einwanderung: Nur noch Fachkräfte willkommen

US-Präsident Donald Trump
Alex Brandon/dpaAuf breiten Widerstand stößt der Plan, den Trumps Schwiegersohn Jared Kushner entworfen hat, aber aus einem anderen Grund: Vom Umgang mit jenen schätzungsweise elf Millionen Ausländern, die heute ohne gültige Papiere in den USA leben und seinerzeit im Mittelpunkt der Wahlversprechen des Präsidenten standen, ist keine Rede.
Der Präsident fordert die Einführung eines „leistungsabhängigen Einwanderungssystems“, das auch auf die Genehmigung permanenter Aufenthaltsgenehmigungen anzuwenden wäre. Zwar soll die Zahl der „Grünen Karten“ weiterhin bei etwa einer Million pro Jahr liegen. Allerdings sollen künftig 57 Prozent an Fachkräfte gehen. Der größte Teil wurde bisher aufgrund familiärer Beziehungen erteilt, und deren Anteil soll nun deutlich schrumpfen. Abschaffen will Trump zudem die 1990 eingeführte Green–Card–Lotterie.
Was mit den fast vier Millionen sogenannten Dreamers geschehen soll, bleibt unklar. Bisher wollte der Präsident verhindern, dass die Dreamer, die als Kinder illegal über die Grenze gebracht wurden, in den USA aber zur Schule gingen und durchwegs amerikanisiert sind, länger im Land bleiben dürfen. Der demokratische Senator Chuck Schumer meinte, Trump habe mit seinen Vorschlägen keine Einwanderungsreform, sondern eine Anti–Einwanderungsreform vorgelegt.
