Europawahl: Rechte bedrohen Klimaschutz

Tausende von Jugendlichen in Belgien haben die vierte Woche in Folge die Schule geschwänzt, um die Behörden zu einem besseren Schutz des Weltklimas zu bewegen.
dpa/Francisco Seco„Da der Anteil der Klimaskeptiker in den europäischen Institutionen wächst, sind Fortschritte und Ambitionen in der Klimapolitik zunehmend gefährdet“, sagen die Analysten der Berliner Denkfabrik Adelphi voraus. 25.Prozent der Abgeordnetensitze könnten Umfragen zufolge in Zukunft von Rechtspopulisten besetzt sein. Dabei sind diese in ihrer Haltung zum Klimawandel allerdings durchaus heterogen, hat die Untersuchung ihres Abstimmungsverhaltens und der Wahlprogramme ergeben.
So gibt es einerseits „Leugner und Skeptiker“, wie die AfD, die österreichische FPÖ, die britische Ukip und vier weitere Parteien, die wissenschaftliche Erkenntnisse über den Einfluss menschlichen Handelns auf das Klima bestreiten oder bezweifeln.
„Vorsichtige“ wie die Schweizerische Volkspartei (SVP), die Nationale Sammlungsbewegung von Marine Le Pen und neun weitere Parteien haben laut Studie entweder keine klare Positionierung oder messen der Klimafrage wenig Bedeutung bei.
Überraschenderweise gibt es aber auch Rechtsparteien, die „die Gefahr, die der Klimawandel für die Welt und für ihre eigene Länder darstellt“ erkennen, heißt es in dem Papier: Die Fidesz–Partei des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán, die Partei „Die Finnen“ und die lettische NA.
