Abschied von Papst Franziskus
: Weniger Prunk, ein simpler Sarg – so läuft das Papstbegräbnis ab

Die erste Vollversammlung der Kardinäle hat beschlossen, dass das Begräbnis für Franziskus am Samstagvormittag stattfinden soll. Der Papst, dem Prunk und Protz zuwider war, hat das Ritual zu Lebzeiten vereinfacht.
Von
Dominik Straub
Rom
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Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan: 21.04.2025, Vatikan, Vatikanstadt: Kardinal Pietro Parolin, Vatikanischer Staatssekretär, betet vor dem Leichnam von Papst Franziskus, der in seiner Privatkapelle im Vatikan aufgebahrt ist. Foto: Vatican Media/Vatican Media/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Papst Franziskus, aufgebahrt in seiner Privatkapelle Santa Marta im Vatikan. Kardinal Pietro Parolin, Vatikanischer Staatssekretär, betet vor seinem Leichnam. Am Mittwoch soll dieser in den Petersdom überführt werden.

Vatican Media/AP/dpa
  • Papst Franziskus' Begräbnis ist am Samstag. Kardinäle entschieden, sein Wunsch wird erfüllt.
  • Der Leichnam wird am Mittwoch in den Petersdom überführt, Gläubige können Abschied nehmen.
  • Das Ritual ist vereinfacht: Holzsarg, keine Pracht, einfache Grabstätte.
  • Rom erwartet eineinhalb Millionen Gläubige und über 200 Staatsgäste.
  • US-Präsident Trump und andere Staatschefs werden teilnehmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Fühlend, dass sich das Ende meines irdischen Lebens nähert (...) drücke ich hiermit meinen Wunsch aus, (…) dass meine sterblichen Überreste dereinst in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore ruhen und auf die Wiederauferstehung warten werden“: So steht es im Testament von Papst Franziskus.

Diesem Wunsch haben die Kardinäle entsprochen. Und sie haben das Datum für das Begräbnis bestimmt: Die Trauermesse auf dem Petersplatz beginnt am Samstag um 10 Uhr. Bereits am Mittwoch soll der Leichnam in einer feierlichen Prozession von der Kapelle im vatikanischen Gästehaus Santa Marta in den Petersdom überführt werden. Dort können die Gläubigen Abschied nehmen.

Reduziertes Ritual

Die Abschiedsmesse für Papst Franziskus wird ein Großereignis, auch ein mediales. Aber sie wird nicht ganz so pompös ausfallen wie bisher: Franziskus hatte das aufwändige Ritual noch im November deutlich abgespeckt. So wird er nicht wie die früheren Päpste in den Apostolischen Palast überführt; stattdessen werden seine sterblichen Überreste direkt in den Petersdom gebracht. Statt auf einem Katafalk, einer hohen Bahre, wird sein Leichnam auf dem Boden der Basilika ausgestellt. Und statt drei ineinander verschachtelte Särge aus Zypressenholz, Blei und Zink wird nur ein Holzsarg mit einem inneren Zinksarg bereitstehen.

Der Papst, der sich zu Beginn seines Pontifikats eine „arme Kirche für die Armen“ wünschte und dem jeglicher Prunk und Protz zuwider war, bleibt sich also treu bis in den Tod hinein. „Mein Grab“, heißt es weiter in seinem Testament, „soll in der Erde sein, einfach, ohne speziellen Schmuck und mit einer einzigen Inschrift: ‚Franciscus‘“.

„Ewige Stadt“ erwartet Ansturm

Derweil richtet sich Rom auf einen Ansturm ein: Eineinhalb Millionen Gläubige werden erwartet, zudem über 200 Staatsgäste. Ihre Teilnahme an der Trauerfeier bereits zugesagt haben unter anderem US-Präsident Donald Trump, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron. Möglich ist allerdings, dass der Andrang die Prognosen übertrifft: Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2005 wurde die Ewige Stadt von drei Millionen Menschen überrannt.