Klimaschutz
: Fridays for Future fordern Preis für Kohlendioxid

Die Aktivisten haben Bedingungen für ein Ende der Schülerstreiks gestellt.
Von
Igor Steinle
Berlin
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Die Klima-Aktivisten Svenja Kannt, Sebastian Grieme, Linus Steinmetz und Sana Strahinjic (v.l.) stellen bei einer Pressekonferenz im Sauriersaal des Museums für Naturkunde die konkreten Forderungen der deutschen Bewegung von Fridays For Future vor.

Bernd von Jutrczenka/dpa

Im Sauriersaal des Berliner Naturkundemuseums forderten Vertreter der Schüler– und Studentenbewegung einen deutlich rascheren Kohleausstieg, Stromerzeugung durch ausschließlich erneuerbare Energie sowie einen Emissionsrückgang klimaschädlicher Treibhausgase auf „nettonull“ bis 2035. Die Emissionen sollen sich zudem bis Ende 2019 extrem verteuern.

„Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen“, fordern die Aktivisten. „Laut Umweltbundesamt sind das 180 Euro pro Tonne CO2.“

Ebenfalls noch in diesem Jahr soll ein Viertel der deutschen Kohlekraftwerke vom Netz gehen, fordern sie. Der Komplettausstieg aus der Kohle dürfe nicht, wie von der Kohlekommission vorgeschlagen 2038, sondern müsse 2030 erfolgen.

Unterstützung erhielten die Aktivisten von Wissenschaftlern der „Scientists for Future“-Bewegung. Die Forderungen seien technisch machbar und „wahrscheinlich“ finanzierbar, sagte Volker Quaschnig, Professor für Regenerative Energien an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Seit Monaten demonstrieren Schüler weltweit während der Unterrichtszeit jeden Freitag für einen engagierteren Klimaschutz.

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