über den bedrohten deutschen Wald: Keine Waldesruh

André Bochow
Thomas Koehler/photothek.netDie Not der Bäume wird nun viel besprochen. Unser romantisches Verhältnis zum Wald ist berührt. Der Schauplatz von Märchen und Mythen und Objekt unserer Liebe zur Natur. Dabei übersehen wir regelmäßig die in Reih und Glied ausgerichteten Kiefern, die breiten Wege, auf denen Laster Holz transportieren und die Plantagen für die Weihnachtsbäume. Der Wald ist nur romantisch, weil wir das so wollen. Er ist aber nicht zuletzt ein Wirtschaftsfaktor.
Das rächt sich nun, weil es zu viele Monokulturen gibt. Die Gewinne für Waldbesitzer sinken. Pech gehabt, könnte man sagen. Aber der Wald ist eben auch wichtig für Artenvielfalt und für das Klima. Wie ihm zu helfen ist, will gut überlegt sein. Aber zu warten, dass sich der Wald in vielleicht 100 Jahren von selbst erholt, ist keine gute Idee. Es könnte ja sein, dass er es nicht schafft. Und wer will schon von seinen Urenkeln verflucht werden?