über Gentechnik im Essen: Freiwilliger Verzicht auf Wohlstand

Guido Bohsem
Thomas KöhlerWahrscheinlich spielen dabei wissenschaftliche Erkenntnisse eine untergeordnete Rolle. Vielmehr heißt man im Falle der roten Gentechnik den medizinischen Zweck gut und verabscheut im Fall der grünen Gentechnik das Profitstreben der Agrarindustrie. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem vergangenen Jahr hat die Lage noch verkompliziert, weil er auch künstlich herbeigeführte Mutationen durch eine Gen–Schere als gentechnische Veränderung einstufte.
Deutschland und Europa koppeln sich so von einem weltweiten Trend ab. Aufhalten können sie die internationale Entwicklung allerdings nicht. Ja, sie können noch nicht mal den Import solcher Pflanzen kontrollieren. Dafür, das Verfahren abzulehnen, sprechen gute Gründe. Wissen muss man aber auch, dass man sich um einen milliardenschweren Zukunftsmarkt mit vielen Jobs bringt.
