Wahlen in Großbritannien
: Regionalparlamente werden gewählt – Keine guten Aussichten für Labour-Partei

In Großbritannien steht mit Regional- und Kommunalwahlen der erste große Test seit der Parlamentswahl vor zwei Jahren an. Schon jetzt steht fest: Für die regierende Labour-Partei wird es bitter.
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Superwahltag in Großbritannien

Superwahltag in Großbritannien.

Jane Barlow/PA Wire/dpa
  • Superwahltag in Großbritannien: Regional- und Kommunalwahlen stehen an.
  • In Schottland und Wales werden neue Regionalparlamente gewählt.
  • In England gibt es viele Rats- und einige Bürgermeisterwahlen in Metropolregionen.
  • Für Labour unter Premier Keir Starmer drohen desaströse Ergebnisse.
  • Reform UK, Grüne sowie SNP und Plaid Cymru könnten deutlich profitieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem Superwahltag in Großbritannien werden an diesem Donnerstag neue Regionalparlamente in Schottland und Wales gewählt. Im größten Landesteil England werden auf kommunaler Ebene Tausende Bezirksrats- und etliche Bürgermeisterposten in Metropolregionen neu besetzt.

Für die regierende Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer dürften die Wahlen nach einhelliger Meinung von Experten desaströs verlaufen. Das liegt teils an schlechten Umfragewerten, aber auch daran, dass vorwiegend in Labour-Hochburgen gewählt wird, wo die britischen Sozialdemokraten viel zu verlieren haben, wie etwa in London und dem Nordwesten des Landes.

Für den politisch schwer angeschlagenen Regierungschef könnten sich die Wahlen als schicksalhaft erweisen. Längst wird spekuliert, seine Partei könnte den innenpolitisch weitgehend glücklosen Premier aus dem Amt drängen.

Profitieren dürften Rechtspopulisten und Grüne

Doch auch die konservative Oppositionspartei steuert auf ein schlechtes Wahlergebnis zu. Profitieren dürften hingegen in die Rechtspopulisten von Reform UK des Brexit-Vorkämpfers Nigel Farage und die britischen Grünen. In Schottland und Wales haben die Unabhängigkeitsparteien SNP und Plaid Cymru Aufwind.

In Wales muss Labour nicht nur um seine jahrzehntelange Dominanz fürchten, sondern droht, auf den dritten Platz nach Plaid Cymru und Reform UK zu rutschen. Damit könnten erstmals in der Geschichte des Landes alle drei selbstverwalteten Regionen (Schottland, Wales und Nordirland) von Unabhängigkeitsparteien geführt werden.