zu Fluglärm: Die Politik tut zu wenig

Dorothee Torebko
MOZ/Josephin HartwigViele haben aber keine andere Wahl, als Krach zu ertragen. Weil sie sich keine andere Wohnung leisten können, als die in der Nähe des Flughafens zum Beispiel. Die Regierung sollte diese Menschen schützen. Sie tut aber zu wenig.
Sicherlich sind die Werte für Störgeräusche seit der Novellierung des Fluglärmgesetzes 2007 gesunken. Und ja: Die Gesellschaften investieren Milliarden in leisere Flugzeuge. Doch „besser“ und „leiser“ bedeutet noch lange nicht „gut“. Ohne Gesetze bleibt der Schutz der Gesundheit letztlich eine freiwillige Leistung von an Profit interessierten Fluglinien.
Es bedarf klarer Grenzwerte für Motorengeräusche — und Strafen, falls diese nicht eingehalten werden. Die EU hat es geschafft, Städte zur Luftreinhaltung zu zwingen, indem sie einen Grenzwert für Schadstoffe festlegte. Sie hat damit auch eine Umwälzung in der Autobranche befördert. Eine ähnliche Entwicklung könnte es auch für den Lärm geben. Auch wenn das bedeuten könnte, dass Anschaffungskosten von leiseren Flugzeugen auf den Passagier abgewälzt und Flugreisen teurer werden.
