zu Kaschmir: Gespräche statt Vergeltung

Stefan Kegel
Thomas Koehler/photothek.netMehr als um die Frage, ob dabei wirklich Bombenleger getroffen wurden, geht es um ein Zeichen. Indiens Regierung ist bestrebt, der Welt und der eigenen Bevölkerung immer wieder vor Augen zu führen, dass Pakistan Terroristen Unterschlupf gewährt. Erst vor zwei Wochen waren 40 Menschen bei einem Anschlag im indischen Teil Kaschmirs ums Leben gekommen.
Der Streit um die geteilte Region ist in beiden Staaten emotional aufgeladen und die Grenzverletzung durch Indien ein unerhörter Vorgang. Droht nun also Krieg? Weil Indien und Pakistan jeweils deutlich mehr als 100 Atombomben ihr Eigen nennen, stellt jeder Streit, der aus dem Ruder läuft, eine unkalkulierbare Gefahr dar. Daher ist es ermutigend, dass der pakistanische Premier Imran Khan ein neues Herangehen zu wagen scheint: Gespräche statt Vergeltung.
