zu Perspektiven für Langzeitarbeitslose: Gezielte Arbeit nötig

Kerstin Macht
Gerrit Freitag/MOZUnd das Teilhabechancengesetz, das seit Beginn des Jahres in Kraft ist, könnte durchaus dazu beitragen, dass Menschen, die seit langem ohne Job zu Hause sitzen, von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes profitieren.
Offensichtlich sind zumindest in Brandenburg aber viel weniger Arbeitslose von dem Förderprogramm erreicht worden, als sich die Politik erhofft hatte. Die Unternehmensverbände Berlin–Brandenburg fordern von den Jobcentern noch gezielter auf den Bedarf der Firmen nach qualifizierten und motivierten Fachkräften einzugehen. Das ist sicherlich richtig. Aber bedenken muss man auch, dass ein großer Teil der Langzeitarbeitslosen erst wieder an eine geregelte Tätigkeit herangeführt werden muss, dass vielen von ihnen das Selbstvertrauen fehlt, zu etwas nutze zu sein.
Da reichen milliardenschwere Fördersummen nicht aus, da muss gezielt mit den Menschen gearbeitet werden, ihre Stärken erkannt und – sicher auch mit Geduld — an deren Entwicklung gearbeitet werden. Dazu ist nicht nur Geld, dazu sind auch engagierte Mitarbeiter in den Jobcentern, Kommunen und Betrieben nötig.