zum Bürgergeld
: Grundeinkommen ist keine gute Idee

Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte die soziale Lage Bedürftiger sogar verschlechtern.
Von
Igor Steinle
Berlin
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Igor Steinle

Thomas Koehler/photothek.net

Zu gering ist der Betrag, den sie erhalten haben, zu exklusiv der Kreis der Begünstigten und zu kurz der Bewilligungszeitraum. Wer wird schon auf die Arbeitsuche verzichten oder seinen Job hinschmeißen, weil er für einige Zeit etwas Geld erhält? Hier offenbart sich das Dilemma des Grundeinkommens: Um herauszufinden, wie es wirkt, müsste man es großflächig und langfristig einführen. Ganz verschenkt ist das Geld trotzdem nicht, denn eine Erkenntnis bleibt: Das Bürgergeld wirkt sich positiv auf das psychische Wohlbefinden Arbeitssuchender aus. Das sollte man in der Debatte über Hartz–IV–Sätze und Sanktionen berücksichtigen.

Doch eine Lösung für diese Baustelle ist ein Grundeinkommen nicht. Es könnte gerade für Bedürftige sogar viel verschlechtern. Denn bezahlbar wäre es nur, wenn es alle anderen staatlichen Leistungen ersetzt. Das würde dann schlimmstenfalls dazu führen, dass Menschen mit wenig oder keinem Einkommen noch schlechter gestellt sind.