zum Klimawandel: Respekt vor den Schulschwänzern

André Bochow
Thomas Koehler/photothek.netDamit aus dem Klimawandel keine Klimakatastrophe wird. In der Unterrichtszeit. Man weiß ja, wie das ist. Ein paar Aktivisten starten Aufrufe und der Rest freut sich, eine Ausrede fürs Schwänzen zu haben. So werden viele denken, die sich für erwachsen halten.
Dabei ist es doch so: Deutschland verfehlt seine Klimaziele und verprasst auch noch die Ressourcen anderer Länder. In den USA und in vielen anderen Ländern regieren Männer, denen Umweltschutz komplett egal ist. Der Risikobericht des Weltwirtschaftsforums liest sich wie eine Horror–Prognose. Und was geschieht? Nichts. Die sogenannten Erwachsenen haben andere Sorgen.
Ja, vielleicht sind unter den demonstrierenden Schülern einige Faulpelze. Und bestimmt wären die Demos noch überzeugender, wenn sie am Wochenende stattfänden. Aber der beschleunigte Klimawandel ist ein vorrangiges Problem. Er könnte all die Fortschritte zunichtemachen, die es ja auch gibt. Es geht nicht um Aktionismus, sondern um sinnvolles Handeln. Ein erster Schritt auf dem Weg dahin wäre, die Schüler auf der Straße nicht allein zu lassen.