zum Papst-Besuch: Eine Zäsur

Elisabeth Zoll
SWPDie Einladung von Kronprinz Mohammed bin Zayed Al-Nahyan markiert deshalb eine Zäsur. Ohne Eigeninteresse erfolgt ist sie nicht. Der aufstrebende Herrscher hat ein beflecktes Image aufzupolieren. Das Gemetzel im Jemen trägt auch seine Signatur. In diesen Tagen soll die Welt ein anderes Arabien sehen: eines, das sich öffnen will.
Papst Franziskus kann davon nur profitieren. In Zeiten zunehmender Spannungen zwischen den Weltreligionen, können Bilder von Gesprächen zwischen den religiösen Führern gar nicht weit genug ausstrahlen. Sie könnten hineinwirken nach Saudi-Arabien, aber auch in die verborgenen Winkel der Emirate selbst. Dort hausen zumeist unter erbärmlichen Bedingungen Millionen Migranten, oftmals katholischen Glaubens, die weitgehend rechtlos schwere Arbeit verrichten.
