zur geplantenMasern-Impfpflicht
: Wennschon, dennschon

Dass die geplante Masern-Impfpflicht mit Sanktionen bewehrt werden soll, ist nur folgerichtig.
Von
André Bochow
Berlin
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Andre Bochow

MMH

Impfen gegen Masern soll Pflicht werden. Sogenannte Impfskeptiker sind mit Argumenten nicht zu erreichen und die Masern-Fälle häufen sich. Würde das nicht gestoppt, wären Leid und Tod die Folgen. Unabhängig davon, ob sich die Impfverweigerer dann schuldig fühlten oder nicht.

Die Frage ist: Muss das Impfen durch Androhung von Strafen durchgesetzt werden?  Die Antwort: Wie denn sonst? Ohne Strafen  wird es nicht gehen. Dass die sinnvoll sein sollten, steht auf einem anderen Blatt. Den Kita-Besuch im Zweifelsfall zu verweigern, aber den Schulbesuch nicht, weil da die Schulpflicht im Weg steht, ist  keine gute Idee.

Und der Zwang ist bitter, wie jeder staatliche Zwang.  Deswegen wäre es gut und richtig, wenn die Impfpflicht eines Tages wieder aufgehoben würde. Vernunft, Einsicht und Solidarität sollten unsere Gesellschaft zusammenhalten. Zwang und Strafe sind dem Notfall vorbehalten. Leider ist es jetzt so weit.