zur Homophie: Chance nicht verpassen

Dorothee Torebko
MOZ/Josephin HartwigHitzlspergers Coming-Out hat zu Veränderungen in den Stadien geführt. Einer Umfrage aller schwul-lesbischen Fanclubs in der Bundesliga bestätigt, dass die homophoben Sprüche abgenommen haben. Doch es gibt auch Gegenbeispiele. Eintracht-Frankfurt-Präsident Peter Fischer rät homosexuellen Fußballern ab, sich zu outen. Die Zeit sei nicht reif. Das zeigt: Es hat sich nicht genug geändert. Zu tun hat das mit der Angst davor, nicht mehr als männlich-stark gesehen zu werden. Sondern als Weichei. Diese Furcht ist berechtigt. Niemand sollte sich gezwungen fühlen, sich zu outen. Doch je mehr Fußballer zu sich stehen, umso normaler wird der Umgang. Profis haben durch ihre Popularität die Chance, Denkanstöße zu bewirken. Sie können die „Schwuchtel“ als Schimpfwort entkräften. Diese Möglichkeit sollten sie nutzen.
