zur Reform des § 219a
: Nur ein Kompromiss

Frauen werden künftig besser über Schwangerschaftsabbrüche informiert. Ein wichtiger Schritt, er geht aber nicht weit genug.
Von
Dorothee Torebko
Berlin
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Dorothee Torebko

Josephin Hartwig

Denn Ärzte dürfen nicht informieren, welche Maßnahmen zur Abtreibung sie anbieten. Diese Informationen sind aber wichtig für die Entscheidungsfindung. Frauen sollten sich bei den Ärzten, die die Abbrüche vornehmen, darüber informieren können, welche Methoden diese verwenden. Das hat nichts mit Werbung zu tun, wie Lebensschützer befürchten.

Die meisten wägen lange ab, ob sie ein Kind bekommen wollen. Die Gründe sind divers: Frauen ringen sich zur Abtreibung durch, weil sie ihr Leben ohne Partner nicht finanzieren können. Andere befürchten, dass sie weniger Aufstiegschancen haben. Statt gegen Schwangerschaftsabbrüche zu kämpfen, sollten Lebensschützer besser für ein gutes Leben mit Kind kämpfen. Das bedeutet, sich zu fragen, was die Gesellschaft tun kann, um Gründe für Abbrüche zu reduzieren. Erst dann wird das Leben geschützt — von Kind und Mutter.