zur WHO
: Impfen ist Bürgerpflicht

Die WHO hat das Nichtimpfen zu den zehn größten Risikofaktoren erklärt. Dem Problem wäre leicht abzuhelfen.
Von
André Bochow
Berlin
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André Bochow

Thomas Koehler/photothek.net

Dass man überhaupt über den Sinn von Impfungen diskutieren muss, ist ein schwer zu erklärendes Phänomen. Ist es nicht klar, dass die Impfgegner nur deshalb ihre esoterisch–verschwörerischen Parolen verbreiten können, weil es immer noch genug Vernünftige gibt, die geimpft sind und alle anderen vor Ansteckung bewahren? Ist die Rückkehr der Pocken wünschenswert? Was genau ist dagegen zu sagen, dass Kinder keine Windpocken und deswegen als Erwachsene keine Gürtelrose bekommen?

Nichts ist dagegen zu sagen. Nichts Vernünftiges jedenfalls. Weil aber Vernunft offenbar ein immer knapper werdender Rohstoff ist und es keinen  Grund dafür gibt, dass Unschuldige, nicht zuletzt Kinder,  leiden müssen, führt  kein Weg mehr an der Impfpflicht für die schlimmsten Krankheiten vorbei.