zur Zeitumstellung: Kleinstaaterei
Das Ende der Zeitumstellung in der EU wird sich noch länger hinziehen. Das Parlament sollte entscheiden.

Autor Michael Gabel
Thomas Koehler/photothek.netGrund ist die EU–Kleinstaaterei. Dass in der Europäischen Union bei Finanzfragen das Einstimmigkeitsprinzip herrscht, mag ja noch angehen, schließlich geht es da um viele Milliarden Euro. Aber ein Beschluss zum Ende der Zeitumstellung darf nicht daran scheitern, ob am Ende Malta, Zypern oder wer auch immer Bedenken hat.
Doch bei allem Ärger über das Zeit–Wirrwarr: Nun allgemein auf die Brüsseler Eurokraten zu schimpfen oder vielleicht sogar das europäische Projekt infrage zu stellen, wäre falsch. Es müssen einfach nur die Entscheidungswege kürzer werden. Insbesondere sollte das Europaparlament mehr Befugnisse erhalten: zum Beispiel bei Entscheidungen über das Zeigerdrehen.
