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: Welche NS-Opfer in Polen von Deutschlands Geste profitieren könnten

InterviewWiedergutmachung nach dem Zweiten Weltkrieg ist immer noch Thema zwischen Berlin und Warschau. Eine Stiftung in Warschau bekommt viele Anfragen von den letzten NS-Überlebenden.
Von
Nancy Waldmann
Warschau
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Gedenkort fuer polnische Besatzungsopfer: Im Berliner Regierungsviertel ist am Montag (16.06.2025) ein temporaerer Gedenkort fuer die Opfer der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden. Das aus einem 30 Tonnen schweren Findling und einem Wildapfelbaum (Foto) bestehende Gedenkzeichen gegenueber der Reichstagswiese befindet sich auf dem Gelaende der ehemaligen Kroll-Oper, in der Adolf Hitler am 1. September 1939 den Ueberfall Deutschlands auf Polen verkuendet hatte. Gewidmet ist das Denkmal in deutscher, polnischer und englischer Sprache "den polnischen Opfern des Nationalsozialismus und den Opfern der deutschen Gewaltherrschaft in Polen 1939-1945". (Siehe epd-Meldung vom 16.06.2025)

Seit 2025 gibt es nah dem Kanzleramt einen provisorischen Gedenkort für Polen, die unter NS-Besatzung verfolgt und ermordet wurden. Wird sich Berlin neben einem Denkmal auch zu einem neuem Engagement für die Opfer, die noch am Leben sind, entschließen?

Christian Ditsch/epd