1. FC Union Berlin
: Leopold Querfeld beschert Bo Svensson ein Luxusproblem

Leopold Querfeld kam gegen den FC Bayern München zu seinem Startelf-Debüt beim 1. FC Union Berlin. Es gab danach Lob für den Österreicher.
Von
Frank Noack
Berlin
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GER, FC Bayern Muenchen (FCB) vs 1. FC Union Berlin (FCU), Fussball Bundesliga, 9. Spieltag, Saison 2024/2025, 02.11.2024: Leopold Querfeld (FC Union Berlin, #14) am Ball, GER, FC Bayern Muenchen (FCB) vs 1. FC Union Berlin (FCU), Fussball Bundesliga, 9. Spieltag, Saison 2024/2025, 02.11.2024

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Foto: Eibner-Pressefoto/Michael Memmler

Leopold Querfeld stand gegen Bayern München zum ersten Mal in der Startelf des 1. FC Union Berlin. Mit seiner Leistung bescherte er Trainer Bo Svensson ein Luxusproblem.

Eibner/Memmler
  • Leopold Querfeld debütierte für Union Berlin gegen Bayern München in der Startelf.
  • Trotz der 0:3-Niederlage erhielt er Lob für seine Leistung.
  • Querfelds Auftritt erschwert Trainer Bo Svensson die Wahl der Innenverteidigung.
  • Vier Spieler kämpfen um drei Plätze, was den Konkurrenzkampf verschärft.
  • Querfeld könnte im nächsten Spiel wieder auf der Bank sitzen, bleibt aber ambitioniert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Leopold Querfeld verabschiedete sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus der Münchner Allianz-Arena. Der Nationalspieler aus Österreich kam ausgerechnet gegen den FC Bayern zu seinem Startelf-Debüt für Union Berlin in der Fußball-Bundesliga. Zu feiern gab es nach der 0:3 (0:2)-Niederlage allerdings nichts.

Unter dem Strich also ein undankbares Debüt in der Startelf? „Undankbar würde ich gar nicht sagen. Ich bin in die Bundesliga gewechselt, um solche Spiele zu spielen“, sagte der erst 20 Jahre alte Innenverteidiger. „Es hat mich extrem gefreut, dass ich mein Startelf-Debüt geben durfte.“

Union Berlin: Neuzugang Querfeld gibt Startelf-Debüt

Leopold Querfeld war im Sommer von Rapid Wien zu den Eisernen nach Köpenick gewechselt. Er musste sich jedoch zunächst hinten anstellen. An der eingespielten Dreierkette mit Kevin Vogt, Danilho Doekhi und Diogo Leite gab es für Querfeld erst einmal kein Vorbeikommen.

Dass er am Samstag in München gegen Harry Kane ran durfte, lag an einem überraschenden Taktik-Kniff von Union-Trainer Bo Svensson. Er beorderte Diogo Leite vom Zentrum auf die linke Außenbahn, weil man dort laut Svensson „einen dynamischen Spieler“ gegen Bayern Münchens Michael Olise stellen wollte. Den dadurch freigewordenen Platz in der Innenverteidigung nahm Leopold Querfeld ein. Der Youngster lieferte in den 90 Minuten ein sehr solides Startelf-Debüt ab und ging immer wieder unerschrocken in die Zweikämpfe mit Harry Kane – egal, ob am Boden oder in der Luft. „Ich habe versucht, für die Mannschaft alles zu geben. Es hat trotz der Niederlage großen Spaß gemacht. Der Trainer wusste, dass er sich auf mich verlassen kann und er hat mir vertraut.“ Die eine oder andere Abstimmungsschwierigkeiten beim Debüt in der Startelf dürfte dabei einkalkuliert gewesen sein.

Union Berlin: Leopold Querfeld belebt Konkurrenzkampf

In jedem Fall hat Leopold Querfeld seinem Trainer mit der Leistung gegen Bayern München ab sofort auch ein Luxusproblem beschert. Der Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung dürfte in den nächsten Wochen noch härter werden als bisher. Denn Bo Svensson hat vier Spieler zur Verfügung, aber nur drei Plätze in der Abwehrreihe zu vergeben. Zumal der Däne in München ausdrücklich ausschloss, dass der Taktik-Kniff mit Diogo Leite auf der Außenbahn eine Lösung von Dauer sein könnte. Svensson sieht Leite nach eigenem Bekunden weiter in der Innenverteidigung.

Es ist also gut möglich, dass Leopold Querfeld im nächsten Spiel am Freitag gegen den SC Freiburg (20.30 Uhr) erst einmal wieder auf die Bank muss. Svensson weiß um dieses Luxusproblem und lobte Querfeld für sein Startelf-Debüt: „Er ist top im Training und hat eine top Mentalität. Er wird in Zukunft ein wichtiger Spieler für uns sein.“

In jedem Fall hat Leopold Querfeld mit seiner Leistung gegen Bayern München seine Ambitionen nachdrücklich angemeldet. Dennoch wäre es kein Rückschritt, wenn er gegen Freiburg wieder auf der Bank sitzen sollte. „Ich wusste bei meinem Wechsel ja, dass es starke Innenverteidiger bei Union Berlin gibt. Natürlich will ich so viel wie möglich spielen. Dafür gebe ich alles im Training“, sagte der Österreicher und will weiter Gas geben. „Meine Aufgabe ist es, dem Trainer die Entscheidung so schwer wie möglich zu machen.“ Das ist Querfeld mit der Leistung in München auf jeden Fall gelungen.