1. FC Union Berlin: Union Berlin gnadenlos effizient

Treffer: Union Berlins Sebastian Andersson stieg nach einer Ecke am höchsten und erzielte die 1:0-Führung.
Andreas Gora/dpaDie Ausgangslage: Nach zuletzt vier Siegen in Folge in der Fußball-Bundesliga musste sich Union Berlin vergangene Woche 1:2 auf Schalke geschlagen geben. Im Heimspiel gegen den 1. FC Köln setzten die Köpenicker auf ihre Heimstärke. Mit Gladbach, Dortmund und Freiburg wurden schon drei Teams aus den Top-5 zu Hause geschlagen. Mit einem Sieg könnten die Berliner den Abstand auf Relegationsplatz 16 auf sieben Punkte ausbauen. Bei den Gästen aus Köln zeigte der Trainerwechsel von Achim Beierlorzer zu Markus Gisdol noch nicht die gewünschte Wirkung. Die Rheinländer brauchten unbedingt einen Auswärtssieg, um den Anschluss an Lokalrivale Düsseldorf, die auf Platz 16 stehen, nicht zu verlieren.
Startelf: Urs Fischer vertraute auf ein 3-5-2-System. Im Vergleich zu dem Auswärtsspiel im Ruhrgebiet musste der Union-Coach zwei Mal wechseln. Keven Schlotterbeck, der bereits auf Schalke ausgewechselt werden musste, wurde durch Florian Hübner ersetzt. Zudem fiel Abwehrchef Neven Subotic kurzfristig mit muskulären Problemen aus. Ihn ersetzte der erfahrene Michael Parensen. Zudem rückte Stürmer Sebastian Polter in die Spitze neben Sebastian Andersson, dafür musste Marius Bülter auf die Bank.
So lief das Spiel: In den ersten zwanzig Minuten hatten die Berliner um die 70 Prozent Ballbesitz. Union strahlte große Pass-und Ballsicherheit aus, doch sie scheuten die Risikopässe in die Tiefe, immer wieder wurde quer oder zurück gespielt. Urs Fischer forderte seine Innenverteidiger zu mutigen Bällen in die Spitze auf und das Aufrücken der Außenverteidiger Trimmel und Lenz. Doch in einer sehr kampfbetonten Partie strahlten beide Teams offensiv keinerlei Gefahr aus.
Ein Freistoß aus 25 Metern von Kölns Birger Verstraete war nach 25 Minuten der erste gefährliche Schuss im Spiel. Auf der anderen Seite gingen die Berliner mit ihrer ersten gefährlichen Offensivaktion direkt in Führung. Zunächst profitierte Union-Stürmer Andersson davon, dass Verstraete ausrutschte, doch sein Schuss aus 16 Metern konnte Gästetorwart Timo Horn zur Ecke abwehren. Gegen Anderssons anschließenden Kopfball war er jedoch machtlos. Union agierte bis zur Pause durch bessere Laufwege und mutige Dribblings nun viel gefährlicher, kam jedoch zu keiner weiteren klaren Chance.
Fünf Minuten nach der Pause spielte Union einen Konter konsequent zu Ende und wieder war es Andersson, der auf 2:0 erhöhte. Er umkurvte Schlussmann Horn und sein Schuss kullerte in Richtung Tor. Kölns Verteidiger Bornauw versuchte mit einer Grätsche noch zu retten, doch der Ball war bereits knapp hinter der Linie.
In der Folgezeit verflachte die Partie zunehmend. Dabei war Union Berlin dem dritten Treffer näher als die Kölner dem Anschlusstor.
Statistik
Union Berlin: Gikiewicz – Friedrich, Parensen, Hübner, Lenz, Andrich (86. Kroos), Gentner, Trimmel, Ingvartsen (77. Ryerson), Polter (63. Bülter), Andersson
1.FC Köln: Horn – Katterbach, Schmitz, Sobiech, Bornauw, Höger (68. Kainz), Verstraete, Ehizibue (46. Schaub), Drexler, Terodde (72. Modeste), Cordoba
Tore: 1:0, 2:0 Andersson (32./50.),
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)
Zuschauer: 22 012 (ausverkauft)
So geht’s weiter
Für Union Berlin geht es am kommenden Sonnabend zu Mit-Aufsteiger Paderborn. Ein Spiel in dem ein Sieg absolute Pflicht ist, um das Saisonziel Klassenerhalt zu sichern. Die Kölner empfangen zum Rhein-Derby Bayer Leverkusen.