André Rolle ist tot: Rührender Abschied von Stadionsprecher mit legendärem Spruch

Vor dem Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga gedachten Verein und Fans dem verstorbenden André Rolle.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- 1. FC Union Berlin gedenkt André Rolle mit bewegender Zeremonie und Schweigeminute.
- Rolle war Stadionsprecher von 1990 bis 2003 und prägte den legendären Spruch „Und niemals vergessen – Eisern Union!“.
- Fans und Verein ehrten ihn mit Bannern, Blumen und einer emotionalen Rede von Christian Arbeit.
- André Rolle verstarb am 5. Januar 2026 im Alter von 68 Jahren nach langer Krankheit.
- Rolle engagierte sich für Fans und Verein, u. a. im Marketing und als Gründer des Fanklubs „Märtyrer“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dieser rührende Moment im Stadion an der Alten Försterei wird lange in Erinnerung bleiben. Am Samstag verabschiedete sich der 1. FC Union Berlin mit einer bewegenden Gedenkminute von André Rolle. Der langjährige Stadionsprecher, der die Spiele der Eisernen zwischen 1990 und 2003 am Mikrofon begleitete, ist am 5. Januar 2026 nach langer Krankheit verstorben.
Rolle hat den Verein und speziell einen legendären Spruch geprägt: „Und niemals vergessen …“ nach seinen Ansagen wurde Standard an der Alten Försterei – die Antwort von den Zuschauern auf den Rängen lautet seitdem „Eisern Union!“
Union Berlin: Stadionsprecher nimmt emotional Abschied
Vor dem Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (2:2) nahm Christian Arbeit, der seit Dezember 2005 am Stadionmikrofon ist, mit einer emotionalen Rede Abschied von seinem Vorgänger in dieser Position. Er verdeutlichte, dass die Nachricht vom Tod des beliebten Union-Urgesteins „schwer zu verkraften für viele von uns“ sei.
Auf der Tribüne auf der Waldseite entrollten die Fans ein schwarz-weißes Banner mit dem Konterfei von André Rolle. Zu lesen stand dort: „André, deine Stimme wird niemals verhallen, kräftig, kritisch, ins Herz von uns allen.“ Eine rote Fackel brannte, auf der Gegengeraden war zu lesen: „Dein Leben für Union – wahre Märtyrer sterben nie“ – ein letzter Gruß des Fanklubs „EUFC Märtyrer“, den Rolle mitbegründet hatte. Auf der Haupttribüne war sein Stammplatz mit Blumen geschmückt, dort stand ein Bild von André Rolle. Stadionsprecher Christian Arbeit verlas zudem mit bebender Stimme einen Nachruf, der wie André Rolle im Gedächtnis bleiben wird.

Der Stammplatz von André Rolle auf der Haupttribüne im Stadion an der Alten Försterei war am Samstag geschmückt. Der frühere Stadionsprecher ist im Alter von 68 Jahren gestorben.
Matthias KochNachruf von Christian Arbeit auf André Rolle
Hier ist die Rede im Wortlaut: „André Rolle, für viele von uns die Stimme Unions, ist verstummt – für immer. Als der Tod 2003 und auch Anfang 2025 bei ihm anklopfte, streckte er ihm willensstark und kämpferisch den Unionsschal entgegen. Aufgeben war keine Option.
Vor wenigen Tagen, am 5. Januar, verstarb André im Alter von 68 Jahren nach großem Kampf an den Folgen einer langjährigen Krankheit. Von 1990 bis 2003 war André Stadionsprecher unseres Klubs, wuchs zur markanten Stimme der Alten Försterei in seinem ganz eigenen Stil. Rund um die Jahrtausendwende, rund um das DFB-Pokalfinale und die erste Zweitliga-Zugehörigkeit war er bei Union im Bereich Marketing und Merchandising tätig.
Anfang der 2000er belebte er den Union-Preisskat wieder, organisierte diesen auch bis 2019. Auch für die beliebten Exiler-Treffen, erstmals 2005 rund um das Auswärtsspiel in Uerdingen, war er Initiator und Teil des Orga-Teams. Als Fan engagierte er sich beim Eisernen Virus, bei der Fuma (Fan- und Mitgliederabteilung; Anm. der Red.) und bis 2025 auch im Beirat der Eisernen Hilfe.
Er war Gründer des Fan-Klubs Märyrer sowie der Initiator für die Inter-Essens-Gemeinschaft Eiserne Kubik-Elfen für die etwas gewichtigeren Union-Fans. André, manch einer nannte ihn liebevoll auch ,olle Rolle‘, hat über viele Jahre hinweg den Verein und die Fanszene geprägt. Ein kritischer Geist, eine mahnende Stimme, ein standhafter Charakter zeichneten ihn aus.
André stand für Zusammenhalt, für Loyalität und für gegenseitiges Verständnis. Mit größtem Dank und mit Anerkennung für sein Wirken, für unseren Verein, nehmen wir heute traurigen Abschied von André Rolle, einem großen Unioner. Seiner Familie, seinem Sohn Marian, seinem Enkel Luis, seinem Fan-Klub Märtyrer und vielen, vielen Freunden innerhalb und außerhalb der Union-Welt wünschen wir viel, viel Kraft.“
Beendet wurde die Zeremonie mit einer Schweigeminute – und natürlich – dem legendären Rolle-Spruch: „Und niemals vergessen – Eisern Union!“
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes haben wir André Rolle als Erfinder des legendären Union-Spruchs bezeichnet. Ein Leser hat uns daraufhingewiesen, dass UNVEU einen anderen Ursprung hat. Deswegen haben wir die Überschrift des Textes verändert. Vielen Dank für diesen Hinweis.


