Auswärtssieg: Würdiges Spitzenspiel

Toni Roehl machte zur Freude seines Trainers ein gutes Spiel in Leipzig, markierte den zwischenzeitlichen Treffer zum 9:7.
Martin TersteggeNeben den Brandenburgern gehörten auch die Zuschauer zu den Siegern. Sie sahen eine rassige Zweitligapartie, mit zwei gut aufgelegten Mannschaften. Gegenüber dem Schönebergspiel aus der Vorwoche verfügte Bott in Leipzig über einen breiteren Kader. Alexander Zick, der in Berlin noch fehlte, besorgte in der 3. Minute die 2:0-Führung, danach sollte es deutlich schwerer für die Brandenburger beim Abschluss werden. Bott attestierte den Gastgebern eine taktisch hervorragende Defensivleistung, die seinen beiden Centern das Leben schwer machte. Doch wenn sie den Ball bekamen sorgten sie gleich für Alarmstimmung in der HSG-Abwehr. Sascha Ufnal und Patrick-Jörg Hehr steuerten zwar jeweils nur einen Treffer bei, holten aber etliche Überzahlspiel heraus.
Aber auch die Deckung der SGW-Mannschaft agierte sehr konzentriert. Trotz seines aktuellen Trainingsrückstandes machte Schlussmann Nicolas Tosch ein prima Spiel, war bei den beiden Gegentoren im ersten Viertel zum 2:2 machtlos.Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild. Die Gäste gingen dreimal in Führung, doch die jungen Leipziger schafften jeweils den Ausgleich zum 5:5-Halbzeitstand.
Das dritte Viertel, häufig eins der schwächsten des SGW-Teams, gestalteten die Brandenburger positiv. Sie mussten zwar zunächst den Rückstand (18.) hinnehmen, doch Rene Oldenburg (19.) und Alexander Schwarze mit seinem zweiten Tor des Tages sorgten für die erneute 7:6-Führung der SGW. In Überzahl erhöhte Zick (22.) auf 8:6. Die Hausherren verkürzte noch in der gleichen Minute, aber die Gäste gaben die passende Antwort. Mit einem frechen Wurf stellte Toni Roehl (23.) den alten Abstand wieder her, freute sich zurecht diebisch über seinen Treffer. Zehn Sekunden vor dem Ende traf Hehr sogar zum 10:7.
Für Trainer Bott wurde es jedoch nichts mit dem erhofften ruhigen Schlussabschnitt. Der Tabellenzweite gab sich nicht geschlagen, wollte seine gute Serie fortsetzen. In der 27. Minute gelang den Sachsen das 8:10, zwei Minuten später nutzten sie eine Überzahl zum 9:10-Anschluss. Nervenstark hielten die Gäste nun dagegen, haderten aber etwas mit ihren Abschlüssen. 24 Sekunden vor dem Schlusspfiff erlöste Gabriel Satanovsky seine Teamkollegen mit dem 11:9. Den Leipzigern gelang zwar noch das 10:11, aber die letzten zehn Sekunden brachten die Brandenburger sicher über die Zeit.
„Es war ein tolles Spiel, in dem die Leipziger auch einen Punkt verdient gehabt hätten. An unserer Leistung kann ich eigentlich nichts kritisieren, wie haben bei einem ganz starken Gegnergewonnen. Da wir diesmal über die Center nicht ganz so erfolgreich waren, trafen die Jungs halt aus der Entfernung.
Nun konzentrieren wir uns auf das Spiel gegen Magdeburg. Ich bin froh, dass bis dahin noch vier Wochen Zeit ist, da können wir noch an unserer Abstimmung üben, die in der langen Winterpause etwas verloren ging“, sagte Christopher Bott.
Die Partie gegen den Tabellenführer Wasserball Union Magdeburg findet am 23. Februar (16 Uhr) im heimischen Marienbad statt.
SGW: Tosch, Zick 3, Oldenburg 1, Gruhn, Mattler, Satanovsky 1, Ufnal 1, Stresow 1, Roehl 1, Behrendt, Hehr 1, Mischur, Schwarze 2. (ter)