Bahnrad-EM in Cottbus
: Extra-Lob für Clara Schneider - Brandenburg holt viel Gold

Die Bahnrad-EM in Cottbus bringt zum Abschluss wieder Erfolge der Lokalmatadoren. Medaillen gehen unter anderem nach Lübben, Finsterwalde und Strausberg.
Von
Peter Mertes
Cottbus
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Die Finsterwalderin Clara Schneider ist bei der Bahnrad-EM der Junioren in Cottbus eine prägende Figur des deutschen Teams und wird doppelte Europameisterin.

IMAGO/Fotoreporter Sirotti Stefano
  • In Cottbus glänzt der deutsche Nachwuchs bei der Bahnrad-EM – Brandenburg holt viel Gold.
  • Clara Schneider wird doppelte Europameisterin und siegt im U23-Keirin trotz kurzer Nacht.
  • Sie triumphiert auch im U23-Sprint, dazu kommt Silber im Teamsprint mit dem Nationalteam.
  • Leon Resag gewinnt im Zweiermannschaftsfahren, holt U19-Silber im Punktefahren.
  • Lara Colberg wird U19-Zweite im Keirin, Deutschland erreicht insgesamt 19 Medaillen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auch das finale Wochenende der Bahnrad-EM in Cottbus bringt dem deutschen Bahnrad-Nachwuchs wieder einige Medaillen ein. Insbesondere die Brandenburger Athleten rund um die Finsterwalderin Clara Schneider dürfen jubeln – trotz manchem Hindernis.

Schneider fuhr am Sonnabend (11. Juli) erneut zu Gold im U23-Keirin, ihr insgesamt dritter EM-Titel in dieser Disziplin. Dieses Mal kam der Sieg für die 21-Jährige selbst unerwartet, denn die Vorbereitung auf den Wettkampf war alles andere als ideal. „Ich habe nur fünf Stunden geschlafen, weil ich gestern noch so lange bei der Dopingkontrolle gesessen habe“, berichtete die Lausitzerin.

Trotzdem fühlte sich Schneider laut eigener Aussage „richtig gut“ und bewies das auch. Schon in der Qualifikation war sie Schnellste in ihrem Lauf und bestätigte das mit Platz eins im Halbfinale. Im Finale übernahm die Athletin vom RSV Finsterwalde dann anderthalb Runden vor Schluss die Spitze und gab sie nicht mehr her. Zwei Tage zuvor hatte sie sich bereits im U23-Sprint die Krone aufgesetzt, zudem holte Schneider bei den Wettkämpfen noch Silber im Teamsprint.

Mehrere Goldmedaillen gehen nach Brandenburg

„Herausragende Athletin und wichtige Leistungsträgerin im Nationalteam war wieder Clara Schneider“, würdigte der Geschäftsführer des Deutschen Radsportverbands Patrick Moster. Auch Leon Resag (RSV Einheit Lübben) brachte Gold nach Brandenburg und fuhr am Sonntag im Zweiermannschaftsfahren zusammen mit Raul Esch (Radsportverband Thüringen) an die Spitze. Neben Gold ging am Abschlusswochenende der Wettkämpfe auch Silber in die Region. Resag landete im U19-Punktefahren auf Rang 2, Lara Colberg (1. RSC Strausberg) wurde im U19-Keirin Zweite.

Colberg gehörte dabei keineswegs zu den Favoritinnen auf einen der vorderen Plätze, doch wählte eine clevere Taktik und schob sich vorbei, als bei den Konkurrentinnen die Kräfte schwanden. Gold ging an die seit knapp einem Jahr in Cottbus trainierende Tschechin Emilie Jarosova. „Die Silbermedaille bedeutet mir sehr viel und kam völlig unerwartet, weil ich echt starke Konkurrenz hatte“, jubelte die Strausbergerin.

Resag fuhr eine andere Taktik und attackierte von Beginn an. Das brachte ihm lange Zeit die Führung ein, erst in der Schlusswertung schob sich Ido Dagan aus Israel noch vorbei. „Es ist schon eine Enttäuschung, wenn man die Goldmedaille eigentlich bereits in der Hand hat, es aber dann noch auf der Heimbahn vermasselt“, ärgerte sich der Lübbener.

Insgesamt kann sich die Medaillenausbeute der Lokalmatadoren im Lausitzer Velodrom aber sehen lassen: Mit Til Krüger (RSC Cottbus) und Clara Schneider (RSV Finsterwalde) feiert Brandenburg zwei Doppel-Europameister, zudem fuhren Marie Louise Raake (RSC Cottbus), Celine Prochnau (Frankfurter RC 90) und Lara Colberg (1. RSC Strausberg) im Teamsprint gemeinsam an die Spitze. Insgesamt holte der Deutsche Bahnradsport in Cottbus 19 Medaillen – neunmal Gold, sechsmal Silber und viermal Bronze. Nur Italien (14x Gold, 7x Silber, 6x Bronze) schnitt im Medaillenspiegel besser ab. „Mit der erzielten Medaillenausbeute bei dieser EM können wir sehr zufrieden sein“, bilanzierte Sportdirektor Moster.