Bundesliga
: Neven Subotic kehrt zu seiner alten Liebe BVB zurück

Beim Spiel der Köpenicker in Dortmund trifft Neven Subotic auf den Club, für den er zehn Jahre lang spielte.
Von
Lukas Grybowski
Berlin
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Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin - Borussia Dortmund, 3. Spieltag, Stadion An der Alten Försterei. Berlins Neven Subotic winkt nach dem Spiel lächelnd mit einem Dortmund Trikot über der Schulter.

Andreas Gora/dpa

Wenn der 1. FC Union Berlin heute in der Fußball-Bundesliga auf Borussia Dortmund trifft, muss sich Verteidiger Neven Subotic schon vor der Partie ganz besonders konzentrieren.  "Mein Instinkt sagt mir immer:  Geh’ in die Kabine und du weißt, wo dein Platz ist und wo dein Trikot ist. Dieses Mal muss ich in die andere Kabine gehen und da meinen Platz suchen“, erzählt er. Denn der Berliner-Defensivmann spielt von 2008 bis 2018 für Borussia Dortmund.

„Das ist der Ort, zu dem ich mit 19 gekommen bin und den ich mit 29 verlassen habe. Die Stadt hat mich geprägt“, erzählt der mittlerweile 31-jährige Bosnier. Unter Trainer Jürgen Klopp erlebte Subotic die erfolgreichste Zeit seiner Karriere. Er wurde zweimal Deutscher Meister, gewann den DFB-Pokal und stand mit dem BVB im Champions League Finale. Noch heute hat er seinen Hauptwohnsitz in Dortmund, der nur fußläufig vom Stadion entfernt ist.

Die zweite Rückkehr

Für Subotic ist es nicht die erste Rückkehr zu seiner alten Liebe. In der Saison 2017 war er für ein halbes Jahr zum 1. FC Köln ausgeliehen und trotzte dem BVB ein 0:0 ab. Ein Ergebnis, mit dem Union Berlin auch heute ganz gut leben könnte. Nach dem 2:0-Heimsieg über den FC Augsburg, bei dem Subotic sein erstes Saisontor erzielte, fahren die Berliner mit Selbstvertrauen ins Ruhrgebiet. „Wir spielen gegen eine der besten Mannschaften Europas, aber wir haben nicht das Gefühl, abgeschossen zu werden.“

Doch Dortmund hat bisher in jedem Heimspiel in der Bundesliga getroffen und stellt mit 51 Toren die zweitbeste Offensive der Liga. Wahrscheinlich wird auch Wundersturmer Erling Braut Haaland (fünf Treffer in 57 Spielminuten) dieses Mal von Beginn an spielen. „Haaland muss man mit einer geschlossenen Abwehr bekämpfen, aber uns auf einzelne Spieler zu konzentrieren, bringt nicht viel“ erklärt Trainer Urs Fischer.  Neven Subotic weiß aber: „Wir müssen die ganze Zeit super, super scharf sein. Wenn wir auch nur eine halbe Sekunde pennen, ist er vorbei.“ Dabei kann er nicht verheimlichen, dass sein Herz auch immer noch für die Schwarz-Gelben schlägt. „Es freut mich für den BVB, dass dieser Transfer so gut geklappt hat.“

Wie beim 3:1-Sieg im Hinspiel setzen die Berliner auf eine geschlossene Defensivleistung, schnelle Konter und natürlich ihre überragenden Standards. „Wir wissen, sie machen Fehler, wenn wir Druck machen“, weiß Neven Subotic. Sein Trainer gibt zudem vor: „Wir müssen den Mut aufbringen über 90 Minuten dranzubleiben und auch nach einer schwächeren Phase wieder anzugreifen.“

Malli kämpft sich ans Team heran

Winterneuzugang Yunus Malli saß im letzten Spiel gegen den FC Augsburg 90 Minuten lang auf der Ersatzbank. Im Training machte der 27-Jährige jedoch einen guten Eindruck und könnte für Trainer Urs Fischer ein ernsthafter Kandidat für die Startelf sein.

Sicher fehlen werden Akagi Gogia, Joshua Mees, Manuel Schmiedebach, Laurenz Dehl und Felix Kroos.

Das Dortmunder Westfalenstadion wird heute mit 81 365 Zuschauern ausverkauft sein. Es werden circa 6500 Unioner erwartet. ⇥red