Bundesliga: Union Berlin siegt gegen Mönchengladbach dank Doppelpack von Doekhi

Doppelpack des Innenverteidigers von Union Berlin: Danilho Doekhi (Mitte) erzielt hier den Treffer zum 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Torhüter Moritz Nicolas kann nur hinterherschauen.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Union Berlin siegt 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga.
- Danilho Doekhi erzielt Doppelpack (3., 26. Minute) und wird Mann des Spiels.
- Rani Khedira trifft zum 3:1-Endstand, Haris Tabakovic verkürzt zwischenzeitlich (33.).
- Kapitän Christopher Trimmel muss verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
- Nächste Partie: Union spielt am 24. Oktober bei Werder Bremen (20:30 Uhr).
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Freitagabend, Flutlicht und ein umjubelter Heimsieg: Der 1. FC Union Berlin lässt Köpenick leuchten und macht mit dem 3:1 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach einen großen Sprung in der Tabelle der Fußball-Bundesliga. Die Eisernen klettern zumindest für einen Tag auf Rang sieben und damit in Sichtweite der internationalen Startplätze.
Danilho Doekhi brachte den 1. FC Union vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei mit einem Doppelpack in der 3. und 26. Minute in Führung. Haris Tabakovic verkürzte noch vor der Pause auf 1:2 für Mönchengladbach (33.). Rani Khedira sorgte in der 81. Minute für den 3:1-Endstand. Mann des Spiels war aber Doppelpacker Danilho Doekhi. „Es ist immer schön, wenn man als Abwehrspieler dem Team mit Toren helfen kann“, jubelte Doekhi im Interview bei Sky.
Union-Trainer Steffen Baumgart nahm im Vergleich zur 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen vor der Länderspielpause insgesamt drei Veränderungen in der Startelf vor. Bemerkenswert: Mittelfeldspieler Aljoscha Kemlein durfte erstmals in dieser Saison von Beginn an ran. Die Reise zur U20-Nationalmannschaft hatte Kemlein aus Gründen der Belastungssteuerung nicht angetreten. Ilyas Ansah und Tim Skarke sollten Andrej Ilic im Sturm unterstützen. Der erst 18 Jahre alte Dmytro Bogdanov – Neuzugang von Dynamo Dresden – saß wie in Leverkusen auch diesmal wieder auf der Bank.
Union Berlin startet furios gegen Mönchengladbach
Die Gastgeber legten eine furiose Startphase hin. In der 3. Minute wuchtete Innenverteidiger Danilho Doekhi einen Eckball per Kopf ins Netz. Doekhi stieg in diesem Luftduell höher als der Ex-Unioner Marvin Friedrich im Trikot von Borussia Mönchengladbach. Danach rauschten die Schüsse von Derek Köhn (10.) und Tim Skarke (15.) jeweils nur knapp am Mönchengladbacher Tor vorbei. Die Gäste vom Niederrhein – saisonübergreifend mit 13 sieglosen Spielen angereist – hatten zunächst nur den Schuss des agilen Jens Castrop (4.) zu bieten.
Stattdessen wackelte die Mannschaft von Interims-Trainer Eugen Polanski in der ersten halben Stunde bedenklich. Nach 26 Minuten marschierte Ilyas Ansah durch den Gladbacher Strafraum. Erneut Danilho Doekhi drückte den vom Pfosten zurückspringenden Ball zur 2:0-Führung über die Linie.
Noch vor der Pause gab es jedoch zwei Rückschläge für die Eisernen. Erst verkürzte Haris Tabakovic auf 1:2 (33.), kurz danach musste Kapitän Christopher Trimmel verletzt ausgewechselt werden. Die Fans im Stadion an der Alten Försterei sahen eine erste Halbzeit mit zwei verschiedenen Gesichtern: Union dominierte die Startphase, Gladbach kam mit zunehmender Spielzeit immer besser zum Zuge.
Nach exakt einer Stunde sortierte Gladbach-Coach Eugen Polanski seine Mannschaft noch einmal neu – er brachte gleich vier frische Kräfte ins Spiel. Die Folge: Die Gäste drängten auf den Ausgleich, der FCU suchte dagegen mit Kontern die Vorentscheidung. Sie fiel in der 81. Minute, als Rani Khedira aus zwölf Metern trocken abzog.

Ab durch die Mitte: Tim Skarke von Union Berlin ist in dieser Szene eher am Ball als die Mönchengladbacher Nico Elvedi (rechts) und Marvin Friedrich.
Soeren Stache/dpa„Bis zum 2:0 haben wir eine fantastische erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit sind wir zwar etwas geschwommen, Gladbach hat den Druck erhöht. Über die 90 Minuten gesehen, ist der Sieg aber verdient. Es tut gut, am Freitagabend mit drei Punkten nach Hause zu gehen“, erklärte Torschütze Rani Khedira.
Das Fazit von Union-Trainer Steffen Baumgart: „Wir wollten mit hoher Intensität beginnen – das ist uns sehr gut gelungen. Wir wollten in den Zweikämpfen eklig sein. In der zweiten Halbzeit hatten wir in der einen oder anderen Phase etwas Glück. Es war ein Spiel mit viel Intensität und Zweikämpfen. Ich sehe uns als verdienten Sieger.“
Für Union Berlin geht es in der Bundesliga bereits in einer Woche mit dem nächsten Freitag-Spiel weiter. Am 24. Oktober gastieren die Eisernen bei Werder Bremen (20.30 Uhr).

