Bundesliga Union Berlin: Ein Punkt für den Klassenerhalt – 0:0 bei Eintracht Frankfurt
Der 1. FC Union Berlin holt mit dem 0:0-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt einen weiteren Punkt für den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Die 57 100 Zuschauer im Deutsche Bank Park in Frankfurt sahen dabei trotz des torlosen Remis ein Spiel mit reichlich Torchancen auf beiden Seiten.
Die Gäste aus Berlin ließen vor allem in der ersten Halbzeit mehrere Möglichkeiten ungenutzt. Nach dem Wechsel kam dann Frankfurt besser ins Spiel, scheiterte aber immer wieder an Union-Torhüter Frederik Rönnow.
Nach zuvor neun Niederlagen holten die Eisernen aus Köpenick am Samstagnachmittag damit den ersten Punkt im Duell mit einem der Top-sechs-Teams der Bundesliga. Der FCU liegt mit 29 Zählern auf Tabellenplatz 12. Das Polster auf die Abstiegsplätze ist mittlerweile recht komfortabel.
„Dieser Punkt ist für uns Gold wert, großes Kompliment an meine Mannschaft. Ich hoffe, dass wir bis zum Saisonende solche Leistungen wiederholen können“, bilanzierte Union-Trainer Nenad Bjelica. Einziger Kritikpunkt aus Sicht des Kroaten war einmal mehr die mangelhafte Chancenverwertung: „In der ersten Halbzeit hatten wir Frankfurt gut unter Kontrolle. Leider haben wir bei unseren Kontern keine Effektivität gezeigt.“
Nenad Bjelica von Union Berlin setzte im ersten Spiel nach der Länderspielpause exakt auf die Siegerelf beim 2:1 gegen Werder Bremen. Rani Khedira und Lucas Tousart bildeten erneut die Doppelsechs im defensiven Mittelfeld. In der offensiven Zentrale war Brenden Aaronson gemeinsam mit Yorbe Vertessen für das Thema Kreativität zuständig. Verzichten musste Bjelica auf den gesperrten Andras Schäfer und den verletzten Janik Haberer. Für Frederik Rönnow war es eine Rückkehr nach Hessen: Er stand von 2018 bis 2021 als Ersatztorwart in Frankfurt unter Vertrag und absolvierte in dieser Zeit insgesamt 21 Pflichtspiele.
2500 Union-Fans in Frankfurt
Mit der Unterstützung von rund 2500 Fans im Rücken starteten die Gäste recht forsch in dieses Auswärtsspiel. Nach elf Minuten standen schon drei gute Einschussmöglichkeiten für die Eisernen zu Buche. Der Ball verfehlte allerdings jeweils mehr oder weniger deutlich das Eintracht-Tor. Diese Konterangriffe waren allesamt sehr zielstrebig vorgetragen – die Abschlüsse allerdings fast schon ein wenig fahrlässig. Denn eingreifen musste Torhüter Kevin Trapp nicht.
Und Eintracht Frankfurt? Die Hessen – als Tabellensechster auch in dieser Saison auf Kurs Europa League – brauchten eine gewisse Anlaufzeit, um in dieses Spiel zu finden. Frankfurt drängte Union dann zwar mehr und mehr in die eigene Hälfte – eine wirkliche Torchance ließ die kompakte Abwehr der Köpenicker in Halbzeit eins aber nicht zu.
Der 1. FC Union legte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit einen couragierten Start hin. In der 48. Minute lief Mikkel Kaufmann auf Torhüter Kevin Trapp zu – aber auch diesen Ball legte der Däne am Tor vorbei. Auf die Frage, was bei dieser Großchance letztlich gefehlt hat, antworte Kaufmann mit bemerkenswerter Ehrlichkeit. „Qualität! Denn ich treffe das Tor nicht“, erklärte der Stürmer aus Dänemark und schilderte noch einmal die Situation aus seiner Sicht: „Ich habe gesehen, dass die kurze Ecke frei ist, deshalb wollte ich den Ball dorthin schießen. Das war einfach schlecht.“
Dreifachwechsel bei Union Berlin
In der Folgezeit erhöhte Frankfurt den Druck. Frederik Rönnow verhinderte in dieser Phase gleich mehrmals einen Rückstand.
Trainer Nenad Bjelica versuchte nach gut einer Stunde, mit einem Dreifachwechsel sein bedenklich wankendes Team wieder zu stabilisieren. In der 65. Minute rettete Danilho Doekhi auf der Torlinie und verhinderte mit einer Grätsche im letzten Moment den Frankfurter Führungstreffer. Auch in der Schlussphase mussten die Gäste um diesen Punktgewinn noch einmal zittern.
Das Fazit von Abwehrchef Kevin Vogt: „Grundsätzlich kann man mit einem Punkt in Frankfurt schon zufrieden sein. Dennoch – es war mehr drin. Wir sind selbst schuld, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Wir hatten einige gute Umschaltmöglichkeiten. Unter dem Strich war es trotzdem eine gute, geschlossene Leistung.“
Am kommenden Samstag (6. April) erwartet der 1. FC Union dann den Tabellenführer im Stadion An der Alten Försterei. Spielbeginn gegen Bayer Leverkusen ist um 15.30 Uhr.


