Dynamo Dresden vs. Rostock: Polizei zieht Bilanz – Fanmarsch verboten, Choreo mit Gewehr

Hochsicherheitsspiel für die Polizei: Während des Ostderbys in der 3. Liga zwischen Dynamo Dresden und Hansa Rostock wurden auch Fanschals verbrannt.
Robert Michael/dpa- Ostderby Dynamo Dresden vs. Hansa Rostock: 1:1-Remis, Dresden auf Platz zwei.
- Polizei-Einsatz: 159 Hansa-Fans morgens festgesetzt, mutmaßliche Gewaltbereitschaft.
- Choreografie von Dynamo-Fans: Jagdgewehr auf Hansa-Logo, Blitzknaller, verbrannte Schals.
- Rund 1500 Hansa-Fans anwesend, geplanter Fanmarsch aus Sicherheitsgründen verboten.
- Polizei-Bilanz: Insgesamt friedlich, keine relevanten Vorkommnisse.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es steckte viel sportliche Brisanz in diesem Ostderby der 3. Fußball-Liga zwischen Dynamo Dresden und dem FC Hansa Rostock. Durch das 1:1-Remis rutschte Dresden auf Tabellenplatz zwei ab, Rostock wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.
Und auch für die Polizei war dieses Hochsicherheitsspiel vor 31.434 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion ein Großkampftag. Sie war mit einem massiven Aufgebot vor Ort. Die Polizeidirektion Dresden wurde dabei von Polizisten aus Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, der Bundespolizei sowie der Sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt.
Die Beamten waren dabei bereits seit den frühen Morgenstunden unter anderem in der Dresdner Innenstadt präsent. Die Anhänger von Dynamo Dresden und Hansa Rostock sind seit Jahren verfeindet. Die zu DDR-Zeiten geltende Fan-Freundschaft zwischen beiden Clubs ist längst einer erbitterten Rivalität gewichen.
Den größten Einsatz gab es schon am Morgen. Gegen 9 Uhr wurden 159 mutmaßlich gewaltbereite Hansa-Fans im Großen Garten in Dresden festgesetzt und anschließend durch die Polizei zum Stadion eskortiert. „Es bestand der Verdacht, dass die Gruppierung eine Auseinandersetzung mit Dresdner Fußballfans gesucht hatte. So fanden Polizisten am Feststellungsort im Großen Garten Mundschutze, Handschuhe, Schlauchschals, welche offensichtlich weggeworfen worden waren. Gegen 13 Beteiligte wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sächsische Polizeibehördengesetz eingeleitet“, teilte die Polizei mit.
Dynamo Dresden vs. Rostock: Polizei zieht positive Einsatz-Bilanz
Während des Spiels blieb es dann friedlich – zumindest weitgehend. Für Diskussionen sorgte die große Choreografie des K-Blocks von Dynamo Dresden. Auf dem Spruchband stand: „Die Jagdsaison ist eröffnet. Waidmannsheil“. Zu sehen war außerdem das Bild eines Jagdgewehres mit dem Hansa-Logo im Visier. Dazu wurden mehrere Blitzknaller gezündet, die Schüsse imitieren sollten. Während des Spiels wurden im K-Block zudem offenbar erbeutete Schals von Hansa Rostock verbrannt.

Die Fans von Dynamo Dresden zeigten im K-Block eine große Choreografie. Zu sehen war das Bild eines Jagdgewehres mit dem Hansa-Logo im Visier.
Robert Michael/dpaRund 1500 Hansa-Fans waren zum Ostderby angereist. Ein von den Rostocker Anhängern angedachter Fanmarsch zum Stadion wurde nach Polizei-Angaben aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht zugelassen.
Das Fazit der Polizei fiel insgesamt positiv aus: „Während und nach der Fußballbegegnung kam es zu keinen polizeirelevanten Vorkommnissen. Die Abreise der Fußballfans aus Rostock verlief problemlos.“


