Eisbären Berlin
: Ty Ronning sorgt mit Dreierpack für Sieg gegen Bremerhaven

Ty Ronning ist mit drei Treffern der überragende Mann beim Sieg der Eisbären Berlin gegen Bremerhaven. Jetzt fehlt im DEL-Finale nur noch ein Sieg zum Meistertitel.
Von
Frank Noack
Berlin
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Der überragende Mann auf dem Eis: Ty Ronning (links) gelingen drei Tore für die Eisbären Berlin gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Hier setzt sich Ronning gegen Gregory Kreutzer durch.

Imago/Uwe Koch

Dank eines überragenden Ty Ronning machen die Eisbären Berlin einen großen Schritt in Richtung deutsche Meisterschaft. Der neunfache DEL-Titelträger gewann am Dienstagabend das vierte Spiel der Finalserie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:1. Ronning erzielt dabei drei der vier Tore für die Gastgeber.

Berlin liegt in der Finalserie nach dem Modus „best of seven“ jetzt mit 3:1 in Führung und benötigt nur noch einen Sieg zum Gewinn der Meisterschaft. Spiel fünf findet am Freitag in Bremerhaven (19.30 Uhr) statt.

Nur 48 Stunden nach dem Rekord-Marathon in Bremerhaven standen sich beide Teams in der Arena am Ostbahnhof erneut gegenüber. Die Entscheidung durch das Tor von Yannick Veilleux war am Sonntag erst in der zweiten Verlängerung gefallen – exakt nach 97:54 Minuten. Beide Teams lieferten sich damit das längste Finalspiel in der 30-jährigen Geschichte der höchsten deutschen Eishockey-Spielklasse.

In Spiel vier galt es, diese Müdigkeit so schnell wie möglich loszuwerden. „Im ersten Moment ist man nach so einer Niederlage natürlich down. Aber man hat dann in der Kabine schnell gemerkt, dass der Blick nach vorn geht. In so einer Serie musst du die Müdigkeit verdrängen können“, erklärte Bremerhaven-Coach Thomas Popiesch.

Wie motiviert die Gäste für Spiel vier waren, zeigte sich bereits bei der Erwärmung. Kurios: Mit seinem ersten Schuss zertrümmerte Kapitän Jan Urbas gleich mal seinen Schläger.

Eisbären Berlin ohne Marcel Noebels

Spielt er oder spielt er nicht? Das war die bange Frage der Eisbären-Fans. Er, also Marcel Noebels, spielte nicht. Der Playoff-Topscorer muss ‒ mutmaßlich wegen einer Knieverletzung ‒ weiter pausieren. Die Eisbären Berlin machen wir üblich keine Angaben, wie schwer die Verletzung des Nationalstürmers ist.

Die Gastgeber gingen im vierten Spiel zum vierten Mal in Führung. Ty Ronning traf in der 18. Minute in Überzahl zum 1:0. Kurz danach hätte Patrice Cormier die Führung ausbauen können – aber Bremerhavens Torhüter Kristers Gudlevskis parierte großartig (19.). Beide Teams lieferten sich auch diesmal ein sehr intensives Match.

Im zweiten Drittel drehte sich das Spiel dann komplett. Bremerhaven gab jetzt den Ton an und kam zum verdienten Ausgleich (1:1, 32.) durch einen mächtigen Schuss von Phillip Bruggisser von der blauen Linie. Die Zwischenbilanz von Eisbären-Kapitän Kai Wissmann bei Magentasport: „Bremerhaven hat immer wieder schnell umgeschaltet. Im letzten Drittel müssen wir besser sein.“

Drei Tore durch Ty Ronning

In der 48. Minute schlug erneut Ty Ronning zu. Er traf zum 2:1 ‒ wieder in Überzahl. Ronning hatte die Eisbären Berlin bereits im Halbfinale gegen die Straubing Tigers mit dem entscheidende Treffer in Richtung Endspiel geschossen. Und auch das 3:1 nach 56 Minuten ging auf das Konto von Ty Ronning. Für den Schlusspunkte zum 4:1-Endstand sorgte Frederik Tiffels (59.).

Matchwinner Ty Ronning gab sich nach seinem Dreierpack im Interview bei Magentasport bescheiden und blickte bereits auf das fünfte Spiel voraus: „Natürlich ist es schön, drei Tore zu erzielen. Doch das ist ein Erfolg des gesamten Teams. Wir haben heute zwar einen wichtigen Sieg geholt, aber die Serie ist noch nicht vorbei.“

Eisbären-Coach Serge Aubin lobte in seiner Analyse natürlich Ty Ronning für seinen Dreierpack. Aubin betonte außerdem: „Wir sind gut gestartet und haben kompakt gestanden. Aber im zweiten Drittel haben wir aufgehört zu laufen. Ein Finale ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Im letzten Drittel sind wir wieder besser ins Spiel gekommen.“