Eishockey DEL-Playoffs 2024: Eisbären Berlin besiegen Straubing – Finale gegen Bremerhaven

Mit hartem Kampf ins DEL-Finale: Die Eisbären Berlin um Jonas Müller (Trikotnummer 18) hatten nicht nur in dieser Szene viel Arbeit mit den Straubing Tigers.
Eibner-Pressefoto/Claudius RauchTy Ronning lässt die Eisbären Berlin spät, aber intensiv jubeln. Die Gastgeber haben sich am Mittwochabend mit dem 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen die Straubing Tigers den vierten Sieg im Playoff-Halbfinale gesichert und stehen zum 13. Mal in der Vereinsgeschichte im Endspiel. „Finale“, schallte es durch die Arena am Ostbahnhof.
Dieses 4:1 in der Serie nach dem Modus „best of seven“ war allerdings ein hartes Stück Arbeit für die Mannschaft von Trainer Serge Aubin. Das Fazit von Aubin: „Respekt an Straubing. Sie haben uns viele Probleme bereitet. Alle Spiele waren sehr eng. Meine Jungs haben hart gekämpft und auch heute einen Weg gefunden, um das Spiel zu gewinnen.“
So eng wie die gesamte Serie ging es auch in Spiel fünf zu. Die 13.192 Zuschauer sahen ein intensives erstes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten – aber ohne Tore. „Die Eisbären hatten einen brutalen Start und haben Dauerdruck in den ersten Minuten gemacht. Sie müssen jedoch aufpassen, defensiv nicht anfällig zu werden“, sagte Ex-Eisbär Jens Baxmann nach dem ersten Drittel bei Magentasport. Baxmann arbeitet inzwischen als Sportlicher Berater bei den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser in der DEL2.
Verteidiger Cody Lampl von den Gästen aus Niederbayern wurde in Berlin mit Pfiffen empfangen. Lampl war in Spiel eins dieser Halbfinalserie mit einem brutalen Check gegen den Kopf und Nacken von Zach Boychuk negativ aufgefallen. Dafür gab es eine Sperre von drei Spielen.
Die Gastgeber schalteten mit Beginn des zweiten Drittels sogar noch einen Gang höher und wurden mit dem Überzahltor von Marcel Noebels in der 24. Minute belohnt. Anschließend kam Straubing zunächst zum 1:1-Ausgleich durch Philip Samuelsson (31.), danach flogen die Fäuste. Eisbären-Stürmer Lean Bergmann lieferte sich eine handfeste Keilerei mit dem Straubinger Adrian Klein. Beide Raufbolde mussten für fünf Minuten raus.

Lean Bergmann (rechts) von den Eisbären Berlin lieferte sich eine handfeste Keilerei mit dem Straubinger Adrian Klein.
Imago/Oliver BehrendtDas dritte Drittel begann mit einem Doppelschlag. 49 Sekunden nach Wiederbeginn brachte Justin Scott nach einem tollen Spielzug die Gäste in Führung (2:1, 41.). Nur 40 Sekunden später gab es den 2:2-Ausgleich für die Eisbären durch Tobias Eder (42.). „Es ist ein unfassbar schnelles Spiel. Kleinigkeiten werden jetzt entscheiden“, sagte Torschütze Eder vor der Verlängerung.
Bereits in Spiel zwei hatten sich beide Teams ein XXL-Duell geliefert. Der Berliner Siegtreffer durch Ty Ronning fiel erst in der 111. Minute, also in der dritten Verlängerung. Es war gleichzeitig das drittlängste Spiel in der DEL-Geschichte. Und auch diesmal schlug „Mister Verlängerung“ wieder zu: In der 67. Minute öffnete erneut Ty Ronning mit seinem Treffer zum 3:2 die Tür zum Endspiel. „Es war eine sehr intensive Serie. Aber das Vertrauen in die Mannschaft und in unsere Möglichkeiten war groß. Ich bin extrem stolz auf das Team“, jubelte der Matchwinner.
Bremerhaven erstmals im DEL-Finale
Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven hatten sich bereits am Dienstag erstmals in der Club-Geschichte für das DEL-Finale qualifiziert. Gegen Titelverteidiger Red Bull München setzte sich das Team aus der Seestadt mit 3:0 durch und entschied damit die Serie überraschend deutlich mit 4:1 für sich.
Danach gab es eine deutliche Meisterschafts-Kampfansage der Fischtown Pinguins. „Jetzt holen wir uns den Pokal, wir sind zu 100 Prozent bereit“, kündigte Jan Urbas, Topscorer des Überraschungs-Hauptrundensiegers, an. Das erste Spiel der Finalserie steigt am kommenden Mittwoch (17. April) in Bremerhaven.

